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Musizierend spazieren

Youtube-Direkt [via stromzufuhr]

Es gibt fast nur noch Blogs im Netz

Mittlerweile habe ich ziemlich viele CMSs zu Gesicht bekommen und ausprobiert. Und mit den meisten lassen sich prima intuitiv Inhalte für das Internet erstellen. Bei einem nicht näher genannten Medienverlag ist das etwas anders gelagert: Beim dortigen “Inhalte-Verwaltungssystem” musste ich mir von Anfang an Notizen machen, weil z.B. Feldbeschreibungen nicht immer dem entsprachen, was dort tatsächlich hinein soll. In langer Tradition und mit zahlreichen Layoutänderungen ist dessen Onlinepräsenz gewachsen, das CMS blieb aber dasselbe.

Im Prinzip sitzen auch im Verlag mehrere Leute und erstellen Content. Die neuesten Inhalte erscheinen – nach Kategorien in Unterseiten unterteilt – oben an erster Stelle, neuere rücken nach. Es gibt mittlerweile Kommentierfunktion, Facebook-Buttons und den ganzen Trallalla. Als ich kürzlich einmal in der Redaktion anmerkte, dass dort ein Multi-User-Blog befüllt werde, wurde ich ganz empört angesehen. nw-news.de sei doch kein Blog!

Ist es nämlich doch. Und faz.net und sueddeutsche.de etc. pp. ebenso. Die Trennschärfe verschwindet schon seit vielen Jahren. Das ursprüngliche Hauptmerkmal eines Blogs war schließlich die chronologische Abwärtssortierung der Beiträge. Damit war ein Blog von statischen Internetseiten, auf denen lediglich Informationen in immer gleicher Struktur präsentiert wurden, differenziert. Solche statischen Seiten gibt es aber inzwischen kaum noch, außer vielleicht für Firmenpräsenzen (und im Nachrichtengewerbe wären sie inzwischen tödlich).

Dass ein Blog unbedingt subjektiv geschrieben sein muss, um ein Blog zu sein, ist ebenfalls keine hinreichende Bedingung mehr. Zahlreiche (Multi-User-) Blogs – allen voran vielleicht die Huffington Post – machen inzwischen vor, dass auch sachliches Schreiben aufgrund guter, journalistischer Recherchearbeit möglich ist.

Heißt am Ende: Ob Blog, Portal, Internetseite. Die Bezeichnung für die Web-Präsenz ist egal, wenn sie nicht statisch im Netz herumliegt und langsam verstaubt. Solange wir die Inhalte erstellen und die Kommentare moderieren, sind wir entweder Blogger – oder eben die Redakteure unserer Seite. Fertig. Bums. Ende.

P.S.: Und ich habe schon seit Monaten aufgrund dieser Gedanken das Problem, nicht zu wissen, was für Inhalte ich in dem Blog zum Blog namens “nw-news.de” stellen soll. Ein Blog im Blog? Komisch, oder?

P.P.S.: Wenn das Thema spezieller wird, zum Beispiel ein Ortsteil wie der Bielefelder Westen, reden die Leser mir gegenüber automatisch von “Westen-Blog”. Seltsam, verwende ich dort doch das hochkomplizierte NW-Redaktionssystem, während bei dem explizit als solchem ausgezeichnetem Blog tatsächliche Blog-Software – nämlich WordPress – zum Tragen kommt.

Machen wir einen kleinen Test:

Fällt Ihnen als Leser etwas auf?
Aufgabe 1) Kennzeichnen Sie die typischen Merkmale eines Blogs und einer Nachrichten-Internetseite.
Aufgabe 2) Differenzieren Sie die Unterschiede nach deren Funktion.
Aufgabe 3) Stellen Sie fest, wo die Unterschiede liegen. Oder ob es überhaupt welche gibt (übersehen Sie dabei das Design).
Aufgabe 4) Stellen Sie sich die Frage, was für ein Quatsch das jetzt wieder war.

Und? Zu irgendeinem Schluss gekommen? Unter Kontakt liegt eine Email-Adresse verborgen. Würde mich schon interessieren.

Pressenotizen

Barcelona bei Picasa



Was die Sagrada Familia betrifft, hat das Einbinden von Flickr-Fotos mit CC-Verlinkung für mich ein Ende. Denn das obige Bild stammt … von mir selbst. Damit habe ich einen lange von mir verfolgten Drachen erlegt.

Aufmerksame Blogleser haben es in den letzten beiden Wochen mitbekommen: Vom 21. bis zum 25. Juni war ich auf Kurzurlaub in Katalaniens Hauptstadt Barcelona. In – netto – dreieinhalb Tagen habe ich dabei ein wahrliches Mords-Kulturprogramm durchgezogen. Lediglich zwei Punkte meiner Liste (Mies van der Rohe-Pavillon, Vergnügungspark auf dem Tibidabo) musste ich aus Zeitgründen streichen. Ein paar Stunden Strand musste ich der Begleitung wirklich gönnen.

Bilder von unserem Trip entlang der Gaudì-Meile, zwischen Kirchen, Kathedralen und Kunstmuseen sind hier bei Picasa zu sehen. Bitte entschuldigt, wenn hier oder da die Qualität nicht allzu gut ist. Ich habe die Fotos erst einmal ohne Bearbeitung hochgeladen. Knapp 300 Bilder sind zuviel für eine Korrektur auf einmal.

P.S.: Ich halte es ja für infantil, sich über falsches Deutsch im Ausland lustig zu machen. Aber diesen Hinweis in unserem Hotel hätte wahrscheinlich selbst Google Translate besser hinbekommen:

Das erste Bier auf dem Balkon

Zugegeben: Das Bild vom Ankunftsbier auf unserem Hotelzimmer-Balkon in Barcelona kommt etwas spät. Tatsächlich sind wir gerade wieder in D gelandet und warten auf unseren Bus nach Düsseldorf.

Ich hatte wohl etwas blauäugig geglaubt, O2 würde seine seit Juni angekündigten, günstigeren Roaming-Bedingungen automatisch jedem Kunden zugute kommen lassen. War aber nicht so, das muss erst vorab aktiviert werden. Dann eben das nächste Mal.

Dafür gibt es in den nächsten Tagen einen ausführlichen Foto-Bericht. Von der tollsten Stadt, die ich bisher gesehen habe.

SAMSUNG

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