Luxese

Geschrieben am 8 November 2008
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Für mich komplett neu (wenn auch bereits offenbar seit längerem gebräuchlich) ist das Kofferwort “Luxese”, ein Wortgebilde aus Luxus und Askese.

Seit dem Jahr 2001 im Duden Trendwörterbuch beschreibt Luxese das Konsumgefühl vieler junger Erwachsener, die in der westlichen Überflussgesellschaft leben, sie genießen, aber auch über den eigenen Tellerrand hinausschauen. Luxese heißt: Mit gutem Gewissen genießen. Darauf achten was man wo kauft. Wo die Produkte von wem hergestellt werden. Und wie viel ich wirklich davon brauche. Luxese ist ein Kompromiss. Positiv daran ist eine beginnende Bewusstseinsveränderung und Sensibilisierung des eigenen Konsumverhaltens und die Überlegungen was ich wirklich brauche. Negativ ist die Inkonsequenz und das bittere Gefühl, dass man mit eigenem Luxus noch was Gutes tut. Alles oder Nichts. Geht nicht. Luxese versucht es trotzdem…

Link

Bei riesenmaschine.de fasst Kathrin Passig das dem zugrundeliegende Prinzip ganz grob und - für mein Verständnis - treffend zusammen:

Der Deutsche [...] spare am einen Ende, nur um das Geld am anderen umso unbeschwerter zu verjuxen.

Spannend ist es, wenn man mit neuen Begriffen konfrontiert wird, für einen Lebensstil, den man schon fast wie selbstverständlich hingenommen hat. “Luxese” also. Ich werde das Wort wahrscheinlich nie wieder in den Mund nehmen…

[via]

Election Night

Geschrieben am 8 November 2008
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(Foto: Barack Obama, Lizenz)

Dass das Internet und die Bloggerszene mitausschlaggebend für das Ergebnis der US-Wahl waren, darüber wurde in den Medien mittlerweile zur Genüge berichtet. Obama und sein Wahlkampfteam hatten das Netz allerdings auch aktiv genutzt, um mit den Wählern zu kommunizieren.

Mir war aber die Intensität neu, mit denen sie selbst den Blick bis fast in’s Privateste zuließen. Hier ist ein Flickr-Fotopool mit Bildern aus der Wahlnacht, die den künftigen US-Präsidenten und seine Familie bei der Erwartung der Ergenisse zeigen.

Flickr-Pool [via]

Blogspotten und Stammtisch verbreiten

Geschrieben am 7 November 2008
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Auf dass heute Abend viele Leute erscheinen…

Neue Westfälische vom 07.11.08

Albern dank der Prosodie

Geschrieben am 6 November 2008
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Das Phänomen der Prosodie läuft mir neuerdings wieder gehäuft über den Weg, d.h. Wörter, Silben, Laute anders auszusprechen, mittels Variation des Akzents, der Intonation, der Pausen usw. usf.

Glücklicherweise haben wir es nicht so schwierig wie die Chinesen, die durch eine leichte Betonungsveränderung ganze Bedeutungen umkippen können, so etwas gibt es im Deutschen höchstens als Ausnahme, z.B. “Wir werden den Mann úmfahren” vs. “Wir werden den Mann umfáhren“. Doch hin und wieder kommt es bei einer leichten Unachtsamkeit zu ganz seltsamen Konstrukten.

Die Schwester der Freundin hat mich jüngst auf einen Gedanken aufmerksam gemacht, der mir auch schon begegnet ist. Man steht morgens völlig übermüdet in der Bahn, erblickt irgendein Wort an der Innenwand des Waggons, und denkt sich im satten Kopf: “Für welch merkwürdiges, skandinavisches Möbelstück wird denn dort wieder geworben? Türno|töffnung?”

Das ist beinahe so gut wie das auf dem Fußboden drapierte, zum Darauflegen einladende Schaffell.

Eine frühere Mitbewohnerin wusste diesbezüglich auch eine gute Ergänzung. Sie benutzte auf dem Balkon für ihre Pflanzen stets eine ganze Herde Blumento|pferde. Die habe ich in freier Wildbahn bislang noch nie gesehen.

Ich bin albern heute Abend, ich weiß. Aber ich will mehr davon.

Das Ende gestalten

Geschrieben am 5 November 2008
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Nein, dies ist keine Hinweis auf ein irgendwie geartetes Ende dieses Blogs. Vielmehr ein Hinweis auf den Flickr-Pool mit gesammelten, vielen unterschiedlichen Film-Enden. Ist es morbide, etwas derartiges ganz phantastisch zu finden?
Es dreht sich um das Ende von Filmen. Danach kommt stets der Anfang eines neuen.

Link [via]
(Beispiel-Foto)

Super Obama World

Geschrieben am 5 November 2008
1 Kommentar

Die langwierigen Strecken der Wahlberichterstattung lassen sich übrigens ganz prima mit dem Online-Spiel “Super Obama World” aushalten bzw. überbrücken:

Super Obama World spielen [via]

Aus Zucker sein

Geschrieben am 4 November 2008
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“Sugar-Cube Sculptures” von Brendan Jamison

Link [via]

Aus dem Sparrenblog wurden die blogboys.de

Geschrieben am 4 November 2008
2 Kommentare

Auweia, durch jogs Kommentar ist mir eine schmähliche Vernachlässigung meinerseits aufgefallen(und ich hatte seit gestern noch nicht einmal Luft, das Versäumnis nachzuholen). So etwas passiert dann, wenn man zeitlich stark eingenommen ist und nur mit Scheuklappen auf ein Ziel hinausrennt.

Markus, Mischa und meine Wenigkeit haben das Bielefelder Multiuser-Blog Sparrenblog zum 31.10. eingestampft und machen mit großem Trara unter

www.blogboys.de

weiter. Lauter, globaler, interaktiver, aber immer noch mit einer Bielefeld-Kategorie. Diese Info geht an alle Abonnenten, die nicht auf anderem Weg bereits davon wissen. Bis dahin.

P.S.: Das hier bleibt natürlich nach wie vor meine kleine private Spielwiese!

Künstlerpärchen

Geschrieben am 3 November 2008
3 Kommentare

So wurde auch ich, Skeptiker des NRW-Semestertickets (dem damit ein höherer Pflichtbetrag einfach so aufgedrückt wurde), am Wochenende eines Besseren belehrt. Warum nicht einfach mal einen Tagesausflug in eine Rheinmetropole unternehmen, womit sich die halbjährlichen Mehrkosten (zirka 30 Euro) sofort wieder amortisieren?

Gesagt, getan, setzte ich mich am Sonntagmorgen mit der Liebsten in den Regionalexpress in Richtung Köln. Das dortige Wallraf-Richartz-Museum führt seit letztem Freitag (und bis zum 8. Februar) eine Ausstellung mit dem Titel „Künstlerpaare“.

[weiterlesen]

Köln

Geschrieben am 2 November 2008
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