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Über dieses Weblog – Eine Erklärung

„Na, das fällt dir aber reichlich spät ein, hier ne Erklärung zu deinem Blog zu liefern, oder?“

Ja, das stimmt, das geb’ ich zu, geneigter Leser. Ich hab’ auch wirklich lange darüber nachgedacht, ob ich mich überhaupt dazu verleiten lassen soll.
Ich dachte im Grunde dabei an zwei Umstände: Zum Einen weist dieses Blog formal und inhaltlich gewisse Unterschiede zu anderen auf, schließlich agiere ich hier nicht anonym und daraus ergibt sich zwangsläufig so manche inhaltliche Einschränkung. Zum Anderen werden die neugierigen Studentenfröschchen zu Beginn des Semesters erneut nach ihren Dozenten und Tutoren ‚forschen’, will sagen, auch mein Name will ergoogelt werden. So drängte sich mir in einer düsteren Minute zunächst der Gedanke auf, dieses Blog komplett zu löschen oder zumindest zu deaktivieren. Doch als mir kurz darauf wieder ein wenig Morgen durch mein Bewusstsein graute, war ich wieder zu Scherzen imstande und ich sagte: „Ach nein, was soll’s? Einmal in die Welt gesetzt…“ usw.

Darum (nachträglich) zur Entstehung:
Auf die Möglichkeit zum Bloggen hatte mich dereinst mein Bruder hingewiesen, der mich desöfteren besucht und zu mir meinte: „Hör mal. Jedes Mal, wenn ich zu dir komme, ist dein Monitor voll der Word-Dokumente und dein ach so dunkles Zimmer schimmert gar ein wenig hell vom Glühen deiner Tastatur. Komm her, mein eigen Fleisch und Blut, ich wüsste da vielleicht etwas für dich.“
Und damit hatte er Recht. Bevor ich den Ordner „Eigene Dateien“ öffne, muss ich mir das Telefon griffbereit halten, damit ich vor Schrecken über die vielen kleinen Seiten mit dem blauen W schnell die Notrufnummer parat habe. Der plötzliche Anblick von Vielfalt kann töten, sogar, wenn sich darunter sehr viele Ergüsse für die Universität befinden. Die Sprühflasche zum Benetzen der heißgewordenen Tasten muss ich im Übrigen ebenfalls mehrmals täglich nachfüllen.
So nahm er mich bei der Hand und eröffnete mir einen kleinen Einblick in die Blogosphäre. Schnell erlangte ich dort Kenntnis in die Welt der Weblogs und stellte erfreut fest, dass hierfür nicht einmal Fähigkeiten im Umgang mit dem HTML-Chinesischen erforderlich waren. Allerlei Nonsens reihte sich nach und nach hier ein, so dass ich beschloss, von der anfänglichen Anonymität ein wenig abzurücken. Warum auch? Ich kann doch schließlich zu dem stehen, was ich verzapfe. Wohlgemerkt: Verzapfe!
Denn das war bislang Sinn der Sache. Während das Gros der Gedanken bei IKEA rational einkaufte und jeden Rabatt erschnüffelte, ließ ich einem kleinen Teil hier seine eigene Spielecke zum Abholen (bis die Großen zurückkommen).
Dieser Anspruch lässt sich natürlich nicht immer einhalten bei etwas, das der Sache (also Weblogs generell) nach ursprünglich als ein Online-Tagebuch gedacht war. Das eigene Leben beschäftigt manchmal doch ein wenig, und darum gibt es nicht wenige Live-Splitter hier. Das gilt ganz besonders für solche Momente, in denen man in diesen virtuellen Breiten plötzlich auf Menschen mit irgendwelchen Nicknames trifft, die man ja bereits längst vis-à-vis kennt.
Immerhin bin ich so fair, außer mir hier niemanden namentlich zu erwähnen, sollten Tatsachenberichte hier einmal vorgedrungen sein. Allerdings können auch Banalitäten wie „Das Klopapier ist alle“ schnell zum Metaphysicum gedeihen. Die Darstellung holpert hier in so manchen Punkten und das ist durchaus Absicht. So wurden mir bereits von anderer Stelle Schilderungen für bare Münze abgekauft, die auf diese Weise nie geschehen sind, aber ihre Wirkung nicht verfehlten.
Einen anderen, mir sehr wichtigen Punkt, bilden theorethische Diskurse. Auf diese möchte ich mich nur äußerst ungerne auf diesem Weg hier einlassen. Das beliebteste und meistbeachtete Thema hierzu sind in unseren Breiten und Wohlstandslagen nunmal Beziehungen und Liebe.
Ich schildere hier zwar gelegentlich Beobachtungen und Erfahrungen (wenn auch nur angekratzt), aber dabei handelt es sich eindeutig nur um – meiner Ansicht nach – kurioses Verhalten, das unbedingt dokumentiert oder – meinetwegen literaturkritisch ausgedrückt – in’s Archiv müsste. Reinstes, subjektives Empfinden wäre damit übermittelt, wenn ich von mir gäbe :“Oha, es wird wärmer und es rattert und rumort in den Rabatten. Was sollen die Sorgen der Familienpolitik?“ Dabei habe ich überhaupt keine Ahnung vom gesellschaftlichen Wandel. Vermessen wäre es meinerseits zu behaupten, ich trüge sämtliche Erhebungsbögen der soziologischen und psychologischen Institute unter der Achsel mit mir herum. Das dürfen gerne andere, zu Recht betitelte Fakultäten und Honoratioren übernehmen.
Ich für meinen Teil habe lediglich gesehen und gehört.
Mancher fragt mich auch, was denn die Liebe sei. Jedes Mal, wenn ich erneut dieses Lechzen nach Antwort zu Ohren bekomme, kehre ich in mich ein und selbst in tiefster Kontemplation erlange ich nicht das Wissen, das mir über den eigentümlichen Zweifel Klarheit verschaffen könnte, warum denn jetzt ausgerechnet wieder ich hierzu befragt worden bin. Schon früh werden sich olle Griechen über die zu erwartende Aporie die Köpfe eingeschlagen und Kriege begonnen haben. Darum sage ich jedem, der damit zu mir kommt: „Geh’ zur Tür hinaus und erkenne es selbst.“
Ja, und da gehen sie jetzt.

Also, ich find’, damit hab’ ich mich voll gut um alles Weitere gedrückt, wa?

Und so lasse ich für die Erklärung zu diesem Blog, geneigter Leser, meine Tasten nun langsam und behende erkalten, schlafe selig meinen eigenen, verdienten Schlaf. Gute Nacht Euch allen.

EDIT Dezember 05: Mittlerweile hat sich das Theorie-Diskurs-Teufelchen und das reale Leben doch an mancher Ecke hier eingeschlichen. Nun ja, Menschen und Vorhaben ändern sich im Laufe der Zeit, nicht wahr? Und auch ich bin anscheinend nicht gänzlich frei vom Stimmungswandel und dem Ausdruck darüber. Das liegt vermutlich auch daran, dass man sich mit Bekannten, Verlinkten und deren Konzepten auseinandersetzen möchte, auch, wenn diese Ideen dem eigenen Wohlempfinden höchstwahrscheinlich eher im Wege stünden.

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Impressum

Rouven Ridder

Der Seiteninhaber ist 31 Jahre alt und nachdem er

-als gelernter Verwaltungsfachangestellter im Sozialamt viel zu lange “praktizierte”,
-sich als Zivi in der Altenpflege (klassisch!) beinahe aufrieb,
-ehrenamtlich den Ortsleiter der Volkshochschule gab,
-daneben als Sprecher einer Initiative für die Einrichtung eines Kinder- und Jugendparlaments agierte,

entschloss er sich dann doch, sein Abitur auf einem Mindener Kolleg nachzuholen und etwas zu studieren, was ihn interessiert, unabhängig von Zukunftsaussichten, in der Gewissheit, dass das, was interessiert, mitunter zu etwas führen könnte.
Momentan ist er Student der Germanistik und Literaturwissenschaft an der Universität Bielefeld. So, wie es aussieht, wird er sich aber auf den Bereich der Germanistischen Linguistik konzentrieren, denn hier wird sein Engagement als Tutor gewürdigt und dankbar entgegengenommen.

(P.S.: Der “Seiteninhaber” ist nach wie vor jüngstes Mitglied des Arbeiterwohlfahrt-Verbands des Ortes, aus dem er ursprünglich stammt und unterstützt den FoeBuD e.V., wenn er kann)

Das alles genügt aber nicht, um seine ständige Geldnot zu lindern. Potentielle Arbeitgeber können ihn gerne kontaktieren. Betriebe mit Schneeballsystem können ihn mal gern haben.

Dies ist sein Weblog über so ziemlich alles Mögliche, beinhaltet Alltägliches vermischt mit fiktiven Texten, die manchmal den Bereich der Theorie ankratzen können. Die Benennung des Weblogs mit dem Wörtchen “Killefit” deutet bereits an, für wie ernst man das hier Gelesene nehmen sollte. Es entstand vorrangig aus einem Mitteilungsdrang und auch der hierdurch gegebenen Möglichkeit, auf bereits umgesetzte Ideen verweisen zu können. Alles Weitere hierüber siehe hier.

Als Kontaktmöglichkeit wird hier an dieser Stelle lediglich eine angeboten:

Googlemail:
[Mein Vorname].[Mein Nachname]@GMAIL.COM

Angst!

Der Bericht von nadessa hat mir Ungutes in Erinnerung gerufen und Angst vor dem bevorstehenden Ostersonntag bei mir entfacht.

Bereits vorgestern rief mich meine Mutter an um mich zu fragen, wann ich denn für die Feiertage nach Hause käme. Sie hat nunmal die ‚Kinder’ (Alter: beinahe 29 und 25!) gerne lange Zeit um sich.
Ich will zwar keine Muttergefühle verletzen, aber wenn es darum geht, meinen Heimatort aufzusuchen, hätte ich gerne und generell ein paar ganz gute Ausreden parat. In meinem Heimatort wird Ostern ja ganz gerne etwas absonderlich und aufwändig begangen. Es ist beinahe eine Art Pflichtveranstaltung, wenn alle Weggezogenen plötzlich wieder auftauchen und sich zum x-ten Mal mitansehen, wie man aus Tradition einem Osterfeuer sechsfach zu etwas Mobilität verhilft und dieses, einmal angeschubst, einfach einen Berg hinab seine Bahn ziehen lässt. So mancher hat diese Gepflogenheit schon zum Anlass genommen, sich durch unvorhergesehene Aktionen etwas Nervenkitzel zu verschaffen.
Darüberhinaus macht der Ort aufgrund der zu erwartenden Touristen ein großes Brimborium daraus und spickt das Treiben mit allerlei Randveranstaltungen, z.B. Kirmes und der leider, leider anschließenden Dorfdisko [wenn ich den Ort hier als „Dorf“ bezeichne, bekomme ich wahrscheinlich von allen dortigen Einwohnern ungeheuer was auf den Latz, schließlich besitzt man Stadtrechte]. Zum Glück hält sich mein Freundeskreis davon gerne fern und ‚begeht’ das Fest bei einer abgelegenen Hütte, welche sich mittlerweile als Ziel- und Angelpunkt für Gleichgesinnte herumgesprochen hat.
Dennoch müssen Wege vom Elternhaus dorthin in Kauf genommen werden, die durch die Innenstadt führen und gezwungenermaßen läuft man hierbei vielen bekannten Gesichtern über den Weg.
Die Spießigkeit der Bevölkerung hatte ich bereits einmal an anderer Stelle angerissen und je größeren Abstand ich zu ihr gewinne, desto eher gelange ich zu der Auffassung, dass Eckhard Henscheid hier Feldstudien für seine „Trilogie des laufenden Schwachsinns“ [Göttlich! Lesen!] gesammelt haben müsste, wäre sie nicht so stark bajuvarisch angehaucht.
Über die berühmte Frage: „Was machst’n du jetzt so?“ sehe ich inzwischen gnädig hinweg, und die darauf automatisch folgende: „Und was kann man damit machen?“ beantworte ich wahrheitsgemäß und wie aus der Pistole geschossen: „Alles oder nichts.“ In den meisten Fällen klingt für diese Leute nämlich allein schon ein Studium an sich immer noch nach Elfenbeinturm und Elite. Wenn die wüssten.
Von den gleichen Fragen, allerdings von einem Ex-Kollegen aus dem dortigen Rathaus gestellt, wird letztere von mir verwirrungsgemäß mit: „Finanzminister oder Taxifahrer“ retourgekutscht. Diese Antwort entspricht ebenfalls dem breiten Spektrum an Möglichkeiten, die nunmal zur Zeit von Germanisten wahrgenommen werden.
Ich möchte den Leuten aus der Verwaltung aber nicht auf diesem Volksfest spätabends begegnen. Die schlimmsten Anekdoten kommen mir bei dem Gedanken allein wieder hoch. Wie war das noch, wenn die komplette Belegschaft sich in der Mittagspause auf dem Schützenfest heillos betrank? Und das ganze Rathaus danach nach Alk stank? Frau und Mann gerne verkuppelt werden sollten wegen evtl. künftiger Personaleinsparungen?
Ich könnte ganze wallraffartige Bücher über diese Zeit schreiben, wenn mir danach wäre. „Macchiavelli in der Provinz“ (guter Titel). Ein Kollege aus dem Ordnungsamt stöhnte immer: „Gott, wie das wohl alles in einer richtigen Verwaltung ist?“ Nun gut, er wurde irgendwo im Sauerland Kämmerer. Viel Glück. Huch, ich hab’ grad gegoogelt. Der ist ja mittlerweile woanders Bürgermeister. Glückwunsch.
Naja, jedenfalls bloß nicht lange dort aufhalten. Davon krieg’ ich Krebs. Eine Freundin von hier, die auch dorthin möchte und mich womöglich mitnehmen kann, meinte auch bereits, dass sie erst am Sonntag selbst fährt. Wäre schonmal vorne genug Zeit gekürzt.
Hier in meiner Wahlheimat, eine Autostunde entfernt, fühl’ ich mich wesentlich wohler. Wahrscheinlich überall anders auch.

P.S.: An Wahlsonntagen war es übrigens beliebt, mehr als einmal den „Schirm“ kommen zu lassen. Ein Gastwirt hatte nämlich herausgefunden, dass gezapfte Biere durchaus zwischen den Speichen eines geschlossenen Regenschirms Halt fanden. Auf diese Weise konnte einiges an Getränken unbemerkt in die Wahllokale geschleust werden (und dort in einer dunklen Ecke getrunken). Sah bloß ein bisschen komisch aus, wenn es häufiger passierte und die Sonne schien.
Wer weiß, wie so manches Wahlergebnis ausgesehen hätte, wenn es mit nüchternem Kopf ausgezählt worden wäre.

Schlechtwetter-Vorteile

Neben dem Gerücht, dass diese Stadt nicht existiert, hält sich besonders das ganz hartnäckig, dass es hier im Vergleich zu anderen Städten Deutschlands ganz besonders viel regnet. Es gehört ebenfalls zu denen, die ich nicht überprüfe, möchte es aber heute mal gerne glauben.
Aus eigener Beobachtung heraus möchte ich dem noch hinzufügen, dass man in den Straßen Bielefelds sehr schnell und unerwartet von heftigen Windböen auf den Bürgersteig geschickt werden kann. Sie treten meist im Doppelpack auf und belästigen ihre Opfer abwechselnd mal von der einen Seite, um im nächsten Augenblick von der engegengesetzten zuzuschlagen.
Findige Geschäftsleute sollten beim Anblick der vielen herumliegenden Regenschirmleichen schnell zu der Idee gelangen, an jeder Straßenecke einen Shop mit Regenjacken zu eröffnen, da diese Bekleidung oft die einzige Möglichkeit bildet, trocken von A nach B zu kommen. Also: Schnell den Studienabbruch wagen und einen Existenzgründerzuschuss beantragen.
Als Künstler kommt man ja leider nicht in den Genuss solcher finanzieller Zuwendungen. Aber Kapital ließe sich aus den Witterungsumständen vor Ort natürlich auch schlagen: Einfach die vielen verkorksten Schirme einsammeln, eine Installation draus schweißen und das Ganze dann „Spirit (oder meinetwegen auch “Soul”) of OWL“ nennen…

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