Skylla hier, Charybdis dort

Posted on März 9, 2008
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Langsam wird’s eng und ich kann mich immer noch nicht entscheiden: Womit soll ich bloß das Wochenende so wenig hirnbeanspruchend wie möglich ausklingen lassen? Troja oder Fantastic Four?

Mannomann, noch 15 Minuten *wackel*

Next Topmodel

Posted on März 7, 2008
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Markus hat angefangen. Aber wenn mich einer fragt, sage ich (ohne die Sendung zu verfolgen):

Aisha

Was sagt Ihr?

Ein neuer Dr. Sommer

Posted on März 1, 2008
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Es ist noch ziemlich lange hin bis zum 1. April, ich habe gerade eben noch einmal sicherheitshalber auf den Kalender geguckt. Die Meldung, die ich als Ente verdächtigte, ist nunmehr drei Tage alt und anscheinend bereits überprüfbar, wenn man denn Lust hätte, sich die aktuelle Ausgabe der BRAVO zu kaufen. Denn der “Casting-Papst gibt BRAVO Lesern ganz private Tipps rund um Liebeskummer, Schulstress und Taschengeld”

Für seine knallharten Kommentare gegenüber den DSDS-Casting-Kandidaten ist Bohlen bekannt, er wird dafür geliebt und gleichzeitig gehasst! In BRAVO beweist er nun, dass seine ehrliche Art durchaus gefragt und hilfreich ist: Wie spreche ich ein süßes Mädchen an? Wie kann ich mit dem Rauchen aufhören? Soll ich nach der Schule ins Ausland gehen? Bohlen hat stets eine Antwort auf die Fragen der jungen BRAVO Leser parat und nimmt dabei kein Blatt vor den Mund

[Quelle]

Um die Jugend sollte man sich stets etwas Sorgen machen, aber muss man sie nun auch beim Lesen der BRAVO beaufsichtigen? “Parental Advisory”-Sticker für das größte deutsche Jugendblatt?

Eine Insel mit zwei Bergen

Posted on Februar 26, 2008
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Die Augsburger Puppenkiste ist 60 Jahre alt geworden. Dass es sie bereits seit so langer Zeit gibt, hätte ich nicht für möglich gehalten, bin aber auch erst als Kind bei Jim Knopf (in Farbe) eingestiegen und habe mich jedes Mal auf eben diese Serie gefreut, wenn ich im Fernseher sah, wie sich die alte Kiste öffnet und mich beinahe hineinsaugte. Die Folge im Drachenland besaß bereits auf den jüngsten Betrachter höchstes Potential, den späteren Gruselfreund hervorzukitzeln.

Und außerdem: Cellophanfolien-Meere regieren!

Der Klügere kippt nach

Posted on Januar 31, 2008
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In der Öffentlichkeit wird heiß um die Flatrate-Parties diskutiert während Herr Balder auf die Idee einer neuen Fernsehsendung kommt. Arbeitstitel: “Der Klügere kippt nach.” [via SpOn]

Das Konzept bestehe größtenteils darin, dass man sich um 20 Uhr treffe. Dann “wird gebechert und über aktuelle politische Themen diskutiert. Etwa: Brauchen wir ein neues Jugendstrafrecht?”

Verständlich, dass er für diese “Sauf-Talkshow” keinen Senderchef finden kann. Das bisschen Konzept erinnert auch stark an den früher auf der ARD gesendeten Internationalen Frühschoppen mit Werner Höfer, in dem man bereits sonntagmorgens nach dem Kirchgang Journalisten dabei zusehen konnte, wie sie sich zudröhnten und - je später es wurde - teilweise heftig verbal attackierten. Der Frühschoppen muss heute immer noch dafür herhalten, wenn man nicht toleriertes Verhalten in den Medien zitieren will.
Himmel, und was die damals geraucht haben. Man konnte die Personen, die dort geredet haben, ja beinahe nicht mehr erkennen! Sonntagmorgens!

Danke, Romano

Posted on Januar 24, 2008
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Dass so ein selbstverliebter Medienmogulsdespot wie Berlusconi plötzlich wieder an die Macht in Italien gelangen könnte, halte ich mal mindestens für eine Katastrophe für eine Demokratie. Schuld daran ist merkwürdigerweise die dortige Demokratie selbst, die es zulässt, dass alle Kleinstparteien (ohne 5%-Hürde, wie hierzulande) in’s Parlament gelangen und bei der Regierungsbildung ein Mitreden haben. Und steigt eine davon aus, dann ist es um die Regierung und den Ministerpräsidenten geschehen.

So jetzt auch um Romano Prodi, der die Vertrauensfrage im Senat gestellt hatte, zwar ohne Aussicht auf Erfolg, aber mit der Absicht, dass das Volk mitbekomme, was sich dort abspielt. Eine weise Entscheidung, wie ich meine. Die paar Ausschnitte im heute-journal soeben waren vergleichbar unterhaltsam mit der Übertragung eines Wrestling-Kampfs. Was wurde dort gekeift und geschrien, Senatoren fielen in Ohnmacht, andere wurden handgreiflich und mussten hinausbegleitet werden. Dazwischen saßen eitle Fatzken im Nadelstreifenanzug. Beschalt und besonnenbrillt saßen sie dort wie Cosa Nostra-Bosse, als könnte sie kein Wässerchen trüben. Hätten sie noch Zigarre dabei geraucht, mich hätte es nicht gewundert.

Und dieses Szenario bot sich unseren Augen aus einem europäischen Parlament, nicht aus irgendeiner Insel-Bananenrepublik. Offensichtlich machen sich nicht nur die deutschen Politiker gerne zum Affen, weltweit drehen sie durch. Ich schmunzel noch bis in den Schlaf. Danke für diesen Einblick, Romano.

Tripods

Posted on Januar 21, 2008
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Apropos “Rettung an einem Ort in den weißen Bergen”. Anna will in “I am Legend” an eben einem solchen Ort in Vermont die gottgebene Zuflucht finden, und kurioserweise erinnerte mich dieser kleine Umstand an etwas, worüber ich mich neulich wieder mit Micha-El auf der Fahrt unterhalten hatte: “Tripods - Die dreibeinigen Herrscher.

Zugegeben, der Bezug ist nicht ganz deutlich sichtbar, es gibt auch nur in der Beschreibung des Zufluchtsortes eine Übereinstimmung. Jedenfalls habe ich mir daraufhin gestern die erste Folge dieser BBC-Romanverfilmung noch einmal angesehen und muss sagen: Serien, die man als kleiner Junge gesehen hat (Erstausstrahlung 1986 ZDF), sollte man lieber mal schon verklärt im Gedächtnis hängen lassen

Kurz zusammengefasst geht es darum, dass die Menschheit im Jahre 2089 plötzlich wieder in vorindustriellen Verhältnissen lebt. Uns wird eingangs ein Dorf vorgestellt mit Ackerbau und Viehzucht. Würde die Jahreszahl nicht eingeblendet werden, wäre die Illusion eines Idylls des 18. Jahrhunderts perfekt. Doch einer der dort lebenden Jungen soll geweiht werden, und der Betrachter denkt zunächst dabei an eine Art Kommunion/Konfirmation. Während die Dorfmitglieder auf dem Platz eine Feier begehen, tritt in das Geschehen ein gigantischer stählerner, dreibeiniger Koloss auf den Plan, welcher den Jungen in sein innerstes zieht und in später wieder entlässt: Er trägt eine metallene Kappe auf dem Schädel, jegliche Freude oder Neugierde ist aus seinem Gesicht gewichen. Er ist nun “geweiht”.

Einem anderen Jungen, “Will Parker” (heißen die jugendlichen Helden in britischen Romanen/Serien eigentlich alle so?), kommt das nicht geheuer vor und wird bald darauf auch von einem Vagabunden darüber aufgeklärt, dass die Menschheit einstmals viel innovativer gewesen ist, wenn auch kriegerischer. Die “Dreibeiner” seien dann gekommen und sorgen seitdem für den Frieden. Er selbst sei nicht geweiht und benutzt lediglich die Kappe eines Toten als Deckung. Es gäbe aber noch einen Ort, an dem Menschen leben, ohne dass die Dreibeiner ihnen Regeln machen können: Den “weißen Berg” inmitten der Alpen (Montblanc).

Will büxt mit seinem Bruder daraufhin aus, um seiner eigenen Weihe zu entgehen, ist fortan auf der Flucht vor den Stahlkolossen, die natürlich auf der Suche nach ihnen sind. Während ihrer Flucht stoßen sie nämlich auf andere Vaganten und die Überbleibsel der menschlichen Zivilistion. Im Prinzip ist das eine sehr interessante Geschichte, irgendwo zwischen Jugend- und Bildungsroman zu verorten, und hat hervorragendes Potential zu mehr.

Doch die Serie, naja. Damals, mit 10 Jahren, war ich ziemlich gefesselt davon, insbesondere wegen dieses hochinteressanten Kontrastes von Sci-Fi im bäuerlichem Kontext. Aber inzwischen wirkt die gute alte BBC-Serie natürlich weit überholt an Special Effects. Vielleicht sollte man sich einmal die Romane beschaffen.

Soylent Green

Posted on Januar 18, 2008
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Pro7, 22:50 Uhr, Focus TV.

Thema heute u.a.: “Schrott, lass’ nicht nach - wie ein Mensch mit Wohlstandsmüll seinen Unterhalt verdient” [via klack.de]

Wohlstandsmüll (lt. unwortdesjahres.org, dort 1997): “Umschreibung arbeitsunwilliger wie arbeitsunfähiger Menschen; Helmut Maucher, Nestlé”

*grusel*

Con fuoco an Silvester in Caracas

Posted on Januar 3, 2008
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Über Silvester/ Neujahr bin ich beim Herumzappen kurz einmal auf Arte hängengeblieben. Gezeigt wurde dort nämlich ein Silvesterkonzert aus Caracas, Venezuela. Beim ersten Blick auf die schwarzen Anzüge und das Standard-Klassik-Arrangement denkt nun vielleicht der ein oder die andere, es käme wieder mal von mir ein Hinweis auf langweiliges Sinfoniegedröhne von vor zweihundert Jahren. Von wegen, Leute. Das Jugendorchester Simón Bolívar unter Gustavo Dudamel ließ nichts anbrennen…


P.S.: Mit latein- und südamerikanischer Musik kann man mich in der Regel jagen, ebenso mit dazugehörigen Tänzen und dem ganzen Schmonzens. Doch diese Energieentladung dort, insbesondere vom Orchester hin zum Publikum und umgekehrt, so etwas wird man wohl noch lange Zeit in den Philharmonien hierzulande nicht erleben. Ist vielleicht auch besser so (womöglich wäre ich anderenfalls zu schockiert, um zu wissen, wo ich mich gerade aufhalte).

Tödliche Langweile aus dem All

Posted on Januar 2, 2008
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Wenn so TV-Film-Grausamkeiten wie “Comet Impact - Killer aus dem All” in Online-Fernsehmagazinen als Tagestipp angepriesen werden, für was ist das dann ein Armutszeugnis? Für das Fernsehprogramm heute Abend oder für das Magazin?

« go backkeep looking »

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