Bowman und Tycho - Meridian
Posted on August 15, 2008
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Einen kurzen Film (2:37) unter Verwendung von Musik des Künstlers Tycho und schöner, glitzernder Effekte hat Brian Levi Bowman gedreht und ihn Meridian genannt.
The philosophy of materialism holds that the only thing that can be truly proven to exist is matter. Fundamentally, material composes all things and all phenomena are the result of material interactions; therefore, matter is the only substance and can neither be created or destroyed. Hence, we are all made of only what came before us yet discretely conceived through form; we are all made of earth and sky and stars.
Diese Interpretation klingt zwar ein wenig verstrahlt, doch ansehen sollte man sich das, worauf diese Meinung basiert einmal:
DirektMeridian
[via]
Selbstgespräche
Posted on August 13, 2008
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Selbstgespräche führt man in der Regel dann, wenn man vor heiklen Problemen steht. Inmitten der Entwicklung von Lösungsstrategien, die nicht gewohnt sind, sprudeln aus dem Individuum unvermittelt und vorbewusst plötzlich Wörter bis hin zu ganzen Sätzen.
Im Film von André Erkau geschieht es keinem einzigen seiner Charaktere, plötzlich unbedarft und verbal mit sich selbst zu reden. Man wäre dennoch unaufmerksam, würde man behaupten, sie besäßen keine inneren Konflikte: Sascha redet sich den unmittelbar bevorstehenden Durchbruch als Fernsehmoderator ein, Marie hofft auf eine Stelle als technische Zeichnerin, Teamleiter Richard geht ganz in seinem Beruf auf und in seiner Ehe unter. Topverkäufer Adrian kann leider nur auf die Distanz kommunizieren, den Blick in die Augen einer Frau meidet er.
Diese und andere Menschen treffen sich im Call-Center der Firma D.O.M. Call, einer fensterlosen und grau gestrichenen Matrix, in die sich die Mitarbeiter einklinken, dabei die Außenwelt ausblenden und vergessen (sollen). „Es ist nur ein Übergang,“ sagt Sascha mehrfach gegenüber seiner Freundin, die sich in freudiger Erwartung befindet. Das Call-Center ist selbst kein Platz von Leuten mit dauerhaften Aussichten, es ist eine Station der Hoffenden, in der die Zeit und der Raum verschwimmt. Insofern kann man Erkaus’ Darstellung des Telefonbetriebs als eine Allegorie der Stagnation verstehen. Hätte man die grauen Firmenräume in die frühen Achtziger Jahre Helmut Kohls verlegt, es wunderte niemanden, wenn sie noch heute genau so existierten, würden nicht die verkauften DSL-Angebote an ein aktuelles Phänomen gemahnen.
Das Call-Center als Ort der hoffenden Menschen mit Ambitionen zu produktiveren und kreativeren Tätigkeiten ist hier aber ersetzbar mit vielen anderen Nischen der Übergänge. Marie mit ihren Bewerbungstelefonaten, Sascha mit seinen Ausbruchsversuchen gen Fernsehen, Richard scheitert zuhause und erscheint versehentlich sonntags auf der Arbeit. Der Ausbruch, das Fortschwimmen von dieser Gilligans Insel fällt schwer.
Lediglich Marie gelingt die Überfahrt an rettende Ufer, und Adrian findet in die Arme einer Frau, auch, wenn er das alleine nie bewerkstelligt hätte. Derlei Abrundungen sind allerdings für einen Film unerlässlich. Da muss am Ende noch was kommen. Sonst geht ja keiner rein.
„Selbstgespräche“ ist streng genommen keine Komödie, sondern aus den genannten Gründen eher ein gesellschaftliches Drama. Mitarbeiter der Branche können dem Film dennoch ob der Wiedererkennungseffekte vieler Situationen Amüsantes abgewinnen. Erkau selbst soll während seines Studiums in einem Call-Center gearbeitet haben und so sind ihm die ewig gleichen Motivationssprüche, Drohungen von Auftragsentzug bei Nichterfüllung von Quoten etc. pp. hinlänglich bekannt.
Sehr schön übrigens: Der Cameo-Auftritt Günter Wallraffs!
Infos:
Georgie Greville
Posted on August 6, 2008
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Erst vor wenigen Tagen hatte ich die Arbeiten von Todd Selby präsentiert, der verschiedene Leute in ihren Wohnungen ablichtet. Eine der Personen, die er dabei fotografierte, ist Georgie Greville, eine offenbar ganz wunderbare Regisseurin. Vieles davon kann man auf ihrer Homepage georgieforever.com ansehen, bei YouTube gibt es aber ebenfalls das ein oder andere, wie z.B. dieses Casting hier mit dem alten Stooges-Hit “Now I Wanna Be Your Dog”:
DirektDog
“W.”-Trailer
Posted on Juli 28, 2008
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Wie vielleicht dem ein oder der anderen bekannt, bringt Oliver Stone im Herbst einen Film über George W. Bush heraus. Der erste Trailer dazu ist bereits zu sehen und wie man sieht, kommt der aktuelle US-Präsident nicht allzu gut dabei weg, stützt sich anscheinend mehr auf die persönliche Läuterung als auf die politischen Taten.
René bemerkt, er würde sogar “ein wenig zu verniedlicht” dargestellt werden. Auch als Republikaner ist man nur ein Mensch. Wollen wir mal hoffen, dass dieser Eindruck keine Auswirkungen auf die Entscheidungen der Wechselwähler im November hat (hin zu den Republikanern, meine ich, wg. niedlich und so).
Aber…es ist ja zunächst nur ein Trailer.
[via]
Sex and the City - Der Film
Posted on Juni 28, 2008
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Desöfteren habe ich schon erwähnt, dass ich die Serie “Sex and the City” durchaus unterhaltsam empfinde und gerne gucke. Verwirrung vor und bei den ersten Dates, Zweifel an einer Beziehung und das alles kennen wir schließlich genau so gut, bekommen es dort aber durch die weibliche Brille präsentiert. Welcher Mann kann das uninteressant finden, zumal es tatsächlich lustig dargestellt wird?
Eben diese, teilweise sich überschlagenden Ereignisse stimmten jede Folge der Serie stets amüsant, auch für den Mann. Die Modeaspekte der einzelnen Skripte ließen sich leicht vernachlässigen.
Der Film aber, der Film, ist für mich kaum zum Aushalten gewesen. Sämtliche Protagonistinnen sind von Anbeginn in festen Händen, hier gibt’s mal ein kleines Krislein, dort ein Problemchen. Gut, bei Carries Hochzeit kommt’s zum Eklat, aber das Happy-End ist so voraussehbar wie sonst nichts. Als hätte man sich bei den vielen Filmen aus dem Deutschland der 50er Jahre bedient, die sonntagnachmittags auf den Öffentlich-rechtlichen laufen.
Insbesondere wegen der unglaublich schleppenden ersten Stunde (Hochzeitsvorbereitungen, Kleiderwahl etc. pp.) sei der Männerwelt dieses Mal deutlich von dem Film abgeraten. Jede einzelne Folge der Serie war ungleich lustiger als der Film.
Bitte keine Fortsetzung dieser Art davon.
Schlechte Lyriken
Posted on Juni 24, 2008
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Gestern Abend hatte ich neben meinen üblichen, gewohnten Tätigkeiten, für das Hintergrundrauschen den von Bateman empfohlenen Film “Taking Lives” im TV laufen, den er wohl selbst nur aufgrund der Fußballpause zur Sprache gebracht hatte und den ich auch nur mit einem Auge wahrnahm. So wusste ich bereits nach zehn Minuten nicht mehr, weshalb Angelina Jolie darin in ihrer Eigenschaft als Profiler wem nachjagte.
Wach wurde ich erst zu dem Zeitpunkt, als sich der Abspann mit einem lange nicht mehr gehörten U2-Song ankündigte und sogleich wieder verklang. Die paar gehörten Takte waren aber dennoch imstande, Emotionen und sogar physische Symptome hervorzulocken. Mir kribbelte es aus der Bauchgegend heraus aufwärts in den Kopf und ich empfand schlagartig universale Minderwertigkeit. Ich wusste: Den Song hatte ich desöfteren zu einer Zeit gehört, als ich unglücklich verliebt gewesen sein musste.
Nach dem Abklingen meiner Reaktionen und einem revitalisiertem Reflexionsvermögen hege ich nunmehr keinen Zweifel an einem musikalischen Gedächtnis von Gefühlen.
“Bad” von U2 habe ich nun bestimmt seit sieben Jahren nicht mehr vernommen, das Stück stammt selbst sogar aus dem Jahre 1984, veröffentlicht auf dem Album “The Unforgettable Fire”. Ich habe es also nie zu seinen goldenen, zeitgenössischen Zeiten wahrgenommen, sondern erst wesentlich später. Obwohl die Delay-Gitarre längst gefrühstückt schien, hatte Bad auch später noch den richtigen Riff für den Abschieds-Soundtrack. In anderen, oft ebenfalls in Filmen benutzten Songs wie “All I Want Is You” keimte noch ein Quentchen Hoffnung, bei “Bad” war man schon über die Resignation hinaus und verleihte nur noch der Akzeptanz der Situation den entsprechenden Ausdruck.
Vormals, in dem Zeitalter, in dem Bands nicht alle Lyrics im Booklet abdruckten und man keinen Zugang zu Foren besaß, in denen Fans dies erledigten, hatte ich keine Ahnung, was Bono darin überhaupt sang. Am Rande entdeckte ich soeben in einem Fanforum (dessen Link ich wieder verbaselt habe) die angebliche Hauptintention zum Schreiben des Stücks, nämlich den Drogentod eines gemeinsamen Freundes. Doch - wie gesagt - diese Information soll nur nebenbei bemerkt werden, denn für die Wirkung auf den Hörer ist sie nur redundant.
“Bad” ist schmerzlich-schön, “Bad” weint vor sich hin. Zumindest, und das ist die bittere, späte Einsicht, die selbst ein nostalgisches Moment zerstört, bis hin zur dritten Strophe. Daraufhin wird das ätherische Klanggebilde durch Bonos bisher erfolgreich verdrängtes “Woohoo” mehrfach kaputtgemacht. Bis zu diesem Punkt würde ich es aber auch für einen Soundtrack gebrauchen wollen.
Und überhaupt: Ich mag plötzlich wieder U2! Zeitgemäß ist anders! Man entziehe mir mindestens zehn Rankingpunkte der Technorati Authority im Hinblick auf aktuelle Musik.
Zwei Dinge noch:
- Zur Aufheiterung ein schöner Vergleich: Bad-Text im Original und mittels Babelfish übersetzt
- Hier kann man zumindest mal hineinhören
Crying Men
Posted on Juni 20, 2008
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Sam Taylor-Woods hat mehrere Hollywood-Schauspieler beim Weinen fotografiert. Oder sagen wir besser: Er hat sie abgelichtet, wenn sie Trauer interpretieren. Manchen gelingt es dabei, mich zu überzeugen, interessanterweise am Besten Leuten wie Daniel Craig.

Der mächtige Soundtrack
Posted on Juni 19, 2008
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Das wird den audiotüftelnden Herrn Bruder freuen. Lässt es sich besser darstellen als in folgendem Video, welchen Einfluss der Soundtrack auf die Stimmung des Filmes haben kann? “Ferris macht blau” als Drama:
Und weil es so einen Spaß gemacht hat, hier noch ein gegenteiliges Beispiel: “Shining - A romantic Comedy“.
[via]
Anders ticken
Posted on Juni 9, 2008
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Ich hab’ nicht die geringste Ahnung, worum es da geht. Vielleicht kann mir ja jemand helfen. Aber es macht Laune. Die vielen Schnurrbart-Typen mit den argwöhnischen Links-Rechts-Blicken find ich besonders gut,den mit der Gitarre auch:
Equalize mal anders
Posted on Juni 9, 2008
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Was ein Equalizer ist, wissen - denke ich mal - inzwischen die meisten Menschen der Netzhemisphäre (wenn nicht, sei hier der entsprechende Wiki-Eintrag nachgeliefert). Es gibt mittlerweile unterschiedlichste Möglichkeiten, wechselnde Tonfrequenzen zu visualisieren, aber die folgende ist seit Langem bestimmt die originellste und aufwändigste (man muss dafür die Musik übrigens nicht unbedingt mögen):
[via]
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