Die sehen gut aus, die Drogen!

Posted on März 26, 2008
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Ich denke mal, ich bin nicht der Einzige, der sein Rezept aufmerksam betrachtet, nach dem er es vom Arzt in die Hand gedrückt bekommen hat. Obwohl man vielleicht gar nicht weiß, was das für Medikamente sind, die sich hinter den kryptisch-lateinischen Begriffen verbergen.

Aber wenn man dann in der Apotheke sieht, was die Frau vor dir in der Schlange bekommen hat und darin eben diese Produkte wiedererkennt, kann man immerhin so wie ich gerade sagen:

Ich hätte gern einmal genau das Gleiche!

Hört man in der Apotheke bestimmt nicht so oft.

Limp Biscuit

Posted on Januar 19, 2008
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Oh, Mann. Wenn ich aus dem Fenster sehe, scheint mir, als würde der “Bielefelder Frühling” heute alles geben. Und alles, was ich die Woche über erledigt haben wollte, hatte ich auf heute verlegt. Das kann bzw. darf ja heiter werden.

Ich hasse es, mit dem Regenschirm bewaffnet durch die Botanik zu wetzen, vor allem dieses ständige Öffnen und Schließen des nassen Schutzes. Schließlich muss ich doch alle Hände zur eventuellen Gefahrenabwehr und zum Multitasking frei haben.

Herumkommen werde ich darum wohl nicht. Dann werde ich mal los. Wünscht mir Glück, auf dass ich mich bis heute Abend nicht wie ein völlig aufgeweichter Keks fühle.

Das Kreuz mit dem Namen

Posted on Dezember 5, 2007
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Wenn man tagsüber viel telefoniert, kommt es auch gelegentlich vor, dass man Menschen am Apparat hat, die mit einem etwas unglücklichen Namen geschlagen sind. In der Regel kann ich einem solchen Pech nichts Lustiges abgewinnen, schließlich tragen die Betroffenen keinerlei Verschulden an ihrem Namen. Doch heute, heute musste ich ausnahmsweise mal etwas lauter werden, damit alle Kollegen dieses unfassbare Schicksalsspiel mitbekamen:

“Ja, Frau Leckscheide! Das machen wir gerne für Sie, Frau Leckscheide! Wiederhören, Frau Leckscheide!”

Übrigens kann man nach dem Gesetz über die Änderung von Familienamen und Vornamen (NamÄndG) bei Vorliegen eines wichtigen Grundes (dort § 3) selbst einen Familiennamen ändern zu lassen. Gebühren können dafür in Höhe von bis zu 1.000 Euro erhoben werden. Das geht aber wohl auch nicht immer.

Pilzbefall

Posted on September 14, 2007
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Da musste ich doch eben gerade erst von diesem neuen Hype der Kinder-Bands bei Polylux erfahren und unter anderem von Bands wie “Die Killerpilze”, von denen ich nie zuvor etwas gehört hatte, obwohl sie schon seit Längerem im Geschäft sein sollen und anscheinend auch von der Bravo gepusht werden.
Wie sehr diese Teenies von wiederum anderen Teenies angehimmelt werden, davon kann man sich am Besten anhand einiger Beispiele in einem Fan-Forum ein Bild verschaffen:

- danke fabi, ich hab deinen stick gefangen

- jo,mäx und fabi sind echt voool nett
und genau wie wir ganz normlae menschen
und ich hoffe das die deutsch arbeit gut wird

- killerpilze sind die javascript:replaceText(’%20′) besten!

- Hey ihr drei….
Bin schon seid längerem Fan von euch, besonders von dir Fabi.

- HEY KILLERPILZE..
ICH BIN ECHT EINER DER GRÖßTEN FAN!! und fabi schreib mit´r ma bei schuelerprofile zurück.. büdde

…und vieles, vieles, in der Art mehr.
Da wünscht man sich doch direkt in das Alter eines Fünfzehnjährigen zurück, nicht wahr? Besonders in das von Fabi.

Adventstürchen ganzjährig

Posted on September 3, 2007
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Schön, dass es das Netz gibt: Dank eines E-Mail-Austauschs quer über den Globus mit Fudge bekam meine Freundin den Tipp auf Produkte der Firma Lush (die allerdings dringend mal einen neuen Webdesigner benötigt). Doch diese Produkte kann man sich bislang nicht downloaden. Noch nicht.

Bisher muss man dafür noch die antiquierte Methode der Zustelldienste wie Post bzw. DHL bemühen, wenn man sich derlei nachhause bestellt. Und oft muss man dann doch selbst wieder zu einer ihrer Filialen rennen, weil die Zusteller - wie ich vermute - gar keine Päckchen und Pakete mehr schleppen, sondern bereits nur noch pauschal diese orangenen Kärtchen in der Tasche parat haben. “Sie wurden nicht angetroffen”. Jaja, von wegen.

Automatisierung und Arbeitsplatzeinsparung hin oder her: Jetzt durften wir zur Abholung des Lush-Päckchens mal zu einer dieser neuen Packstationen wetzen. Zunächst zeigte ich mich etwas angenervt ob dieses Gangs, aber immerhin ersparte man sich die Schlange am Schalter. Und es ging wider Erwarten recht schnell: Name eingeben, Strichcode des Kärtchens einlesen lassen und mit dem Finger auf dem Display unterschreiben. Fertig.

Doch es gibt noch einen schönen Überraschungseffekt für Spielkinder obendrauf: Man weiß nämlich vorher nicht, welches der vielen Türchen sich am Automaten öffnet. Erst den letzten Button drücken und - klack- irgendwo geht ‘ne Klappe auf. Fast wie im Advent, hihi. Ist doch nicht so verkehrt, der Apparillo…

Die Stimme von nebenan

Posted on August 29, 2007
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Vor Kurzem bin ich innerhalb der Stadt umgezogen. Der Umzug selbst lief eher unspektakulär über die Bühne und ist keines Berichtes wert. An meinem alten Wohnort war es nicht gerade besonders leise. Er lag an einer Hauptverkehrsader, bestand aus einem Zimmer in einem Studentenwohnheim und innerhalb der dortigen 3er-WG bestanden die Wände aus einem etwas besseren Material als Pappe. Noch dazu startete einmal im Monat direkt gegenüber meinem Fenster eine der angesagtesten Parties der Stadt und ich bekam in diesen Nächten, wenn mir denn nach Ruhe verlangte, einfach keinen Schlaf.

Oft übernachtete ich dann bei meiner Freundin, die etwas außerhalb des Zentrums eine Wohnung ganz für sich allein ihr eigen nennen sollte und die darüber hinaus einen Nachbar hatte, den man so gut wie überhaupt nicht wahrnahm (obwohl sie sich einen Balkon teilten, der lediglich durch eine dünne Wand getrennt war).

Nun, nach meinem Umzug, wohne ich in einem ruhigeren Stadtteil. Zwar ebenfalls in einer WG, aber die teile ich mir nur mit einem Freund, der morgens bis nachmittags arbeiten muss. Ich arbeite von mittags bis abends. Wir sehen uns nicht allzu oft, zumal unserer beider Herzdamen woanders besucht werden müssen und wir unsere andere, freie Zeit gut auslasten können. Die Hauptverkehrsadern sind fern der Hörweite und es erforderte mich einige Zeit der Umgewöhnung, nachts nicht von der Straße in den Schlaf gebrummt zu werden.

Als ich meine Freundin bald nach meinem Umzug wiederum in ihrer kleinen Wohnung besuchte, meinte sie zu mir: „Du, nebenan zieht jemand neues ein.“ Sie erzählte mir weiter, dass sie gehört habe, wie der Vermieter mit einem älteren Ehepaar und einem Mädchen die Wohnung inspiziert hatten. „Ich glaube, da zieht das Mädchen ein,“ sagte sie und wunderte sich noch darüber, dass sie den stillen, bisherigen Nachbarn noch nicht einmal beim Auszug gehört hatte, sei doch die Diskussion der vor jüngst geschehenen Besichtigung ziemlich deutlich verständlich gewesen, selbst durch die Wände hindurch.

Nun klagt meine Freundin sehr oft: „Die ist so wahnsinnig laut da drüben mit all ihre Freunden.

Ich konnte mir das zunächst nicht so recht vorstellen, hielt meine Liebste von der vorangegangenen Stille im Vergleich zu mir für etwas verwöhnt und wollte mir am Wochenende selbst ein Bild bzw. akustischen Eindruck von der vermeintlichen Nachbars-Nervensäge verschaffen. Mit Erstaunen bemerkte ich sodann bei den sich mir bietenden Hörgenüssen, wie die Stereotype in mir langsam aufzukeimen begannen: Der Stimme nach konnte es sich nur um eine noch sehr junge Frau handeln, die viel Grund zum Kichern und Lachen hatte. Ihre Stimme durchbrach dabei die von mir in jenem Moment neu erfundene Quäkigkeits-Richterskala. Schrille, hohe Töne sollen physikalischen Gesetzen nach gerne vor Wänden zurückschrecken, während tiefe sie durchdringen. Diese Stimme tat es nicht, sie widersprach frech den Naturgesetzen und schien demnach einem Wunder gleich, oder – der Situation entsprechend - eher einer hiobschen Prüfung für uns. Ihr Telefon klingelte unentwegt in einer ebenso hohen Tonlage und hatte sich mit ihren irrationalen Gesetzmäßigkeiten gleichgeschaltet.

„Ja, hallo, ich bin gerade erst nachhause gekommen,“ entgegnete die Stimme ihrem Gegenüber um zwei Uhr nachts, als wir uns soeben erst zu Bett gelegt hatten und uns seit ihrem letzten Verschwinden vor wenigen Stunden ein wenig Ruhe erhofft hatten. Wir bekamen daraufhin das gesamte Fiasko mit ihrem Freund noch einmal mit, das sie offenbar einer Freundin namens Tanja minutiös und doch stundenlang mitteilen musste. Das gesamte Programm wurde uns geboten: Er hatte sie bei einem Streit verlassen (sowohl die Bettgeschichten nächtens zuvor als auch der Streit gleich am Tag danach, das hatten wir alles schon live mitbekommen), und nun wurde am Telefon herumgeheult. Die Ärmste.

Da ich neuerdings in der Regel nachts schlafen möchte und ich plötzlich ziemlich geräuschempfindlich geworden bin, wäre ich nur zu gerne einmal hinüber gegangen, hätte ihr den Hörer aus der Hand gerissen und Tanja folgendes gesagt:

Tanja, deine Freundin und du, ihr seid jetzt gerade in dem Alter, in dem euch das nicht das erste Mal passieren wird, dass euch ein Typ verarscht. Das wird sogar noch öfter…, nein, Moment, ich weiß ja nicht einmal, wie gut ihr überhaupt ausseht. Ich stehe ja nur in meiner Phantasie hier am Telefon. Aber ich denke mal, selbst ein blindes Huhn wird auch ein- oder sogar zweimal ein Korn finden, also stellt euch am besten früh genug auf derlei Enttäuschungen ein und schwitzt es bitte in Ruhe aus, auch in Rücksicht auf eure Umwelt.“ Das würde ich in meiner Rage, aber bestimmt nicht diesem Wortlaut getreu, sagen.

Und dabei fiel mir – wie gesagt - auch ein, dass ich überhaupt nicht wusste, wie das Mädel nebenan aussah. Man bedient in solchen Situationen immer gerne seine Vorurteile. Meine möglichen, ersten Varianten lauteten: Sie war entweder noch ein Teenie oder schon etwas älter, aber nicht über 25, dafür ziemlich naiv geblieben. Die akustisch vernommenen Fakten (Eltern suchen die Wohnung mit aus) sprachen eher für die Option des Pickelmonsters. Was Naivität selbstverständlich nicht grundsätzlich ausschloss, eher sogar beinahe implizierte.

Wenn jemand in einem Teenie-Freundeskreis seine eigene Wohnung bezieht, dann passiert folgendes: Die anderen, noch bei ihren Eltern hausenden Pickelmonster, treffen sich fast allabendlich in der Wohnung, die nicht von Angehörigen der Generation über ihnen überwacht werden kann. Dort hat man Spaß bis in die Puppen, meistens zum Leidwesen der Nachbarn. Denn völlig überrannt und berauscht von dieser hereingebrochenen Unabhängigkeit wollen die Pickelmonster diesen für sie neuen Zustand nach Möglichkeit so lange auskosten wie nur was.

Einen ersten optischen Eindruck der Gesellen nebenan gewannen wir dann, als wir uns des Nachts schlafen legen wollten. Eines der Pickelmonster wurde überschwänglich und lehnte sich über die Balkonbrüstung. Vielleicht wollte es sich übergeben, was ihm aber nicht gelang. Stattdessen kam es auf die Idee, sich die Nachbarn an der Trennwand vorbei genauer anzuschauen. Falls es das durch seine langen, die Augen verdeckenden Dreads überhaupt etwas sehen konnte.

Tja, da wechselt man doch gerne die Kleidung, wenn man weiß, dass irgendwelche postpubertären Witzbolde neugierig um die Ecke lugen könnten. Dieser Eindruck eines ihrer Freunde ließ aber auch Rückschlüsse auf das Aussehen der Stimme von nebenan zu. Die Vorstellungskraft ging zunächst nach dem Schema Pars-pro-toto vor: Sieht man einen, glaubt man, alle gesehen zu haben. Das muss nicht unbedingt passen, wir erlaubten uns das hier nur einmal.

Ein Pulk der Verwahrlosung nicht abgeneigter, den wilden Hormonsprüngen unterlegener Teenies balgte sich unterdessen auch unter der Woche nebenan beim „Gesellschaftsspiel“, wummerte dabei des nachts ab und an gegen die ach so dünnen Wände.

Und dazu passte ebenfalls der laute – für uns natürlich deutlich verständliche - Ausruf eines Freundes, der beim Besuch der Stimme rief:

Himmel, wie sieht’s denn hier aus?

Ach, du weißt doch, ich kann doch so schlecht aufräumen,“ kicherte sie ihm antwortend.

Wie soll man das auf Dauer ertragen? Soll man tatsächlich einer Horde Pickelmonster entgegentreten und sie freundlich darum bitten, etwas ruhiger zu sein, weil man seinen Schlaf benötigt? Wenn Sie selbst einmal in einem rebellischen Alter verweilt haben, können Sie sich die erwartbare Reaktion der Gruppe mit Sicherheit vorstellen. Lieber nicht provozieren.

Sich beim Vermieter beschweren? Wissen Sie eigentlich, wie schwer es ist, unliebsame Mieter wieder aus einer Wohnung herauszubekommen? Noch dazu, wenn anzunehmen ist, dass der Herr Vermieter bürgende Eltern gerne hat? Nein, auch die Möglichkeit scheidet aus.

Es bleiben nur wenige Optionen: a) die Sache durchstehen und hoffen, dass die Stimme möglichst schnell erwachsen wird. Daneben von Zeit zu Zeit in meiner Heimstatt Ruhe suchen, oder aber b) sich selbst eine neue Wohnung suchen.

Oder eben c): Wenn man glaubt, sicher zu sein, mit der Stimme von nebenan unter vier Augen zu sprechen. Beim Bier oder Wein, meinetwegen Tee oder Kaffee. Statt stillschweigend zu brüten und Mordphantasien zu ersinnen. Das hätte immerhin den Vorteil, sie mal zu sehen, die Stimme.

Noch warten wir ab.

Drohung

Posted on August 27, 2007
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Herrlich, was man so aufschnappt, wenn in der Nähe ein Kindergarten ist:

“Ronnie, komm jetzt sofort hierher! Ich hab keine Lust, dich noch zwanzig Mal zu rufen. Wenn das so weitergeht, schick ich dich in die Ganztagsgruppe, dann hole ich dich erst nachmittags ab. Von sowas krieg ich nämlich schlechte Laune…”

Oh mein Gott, der Ärmste. Alles, nur nicht die Ganztagsgruppe…

WG-Zitat

Posted on August 14, 2007
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You can take my Pizzabrot, but you cannot take my freedom.

inspired via

Saftschubse

Posted on Mai 23, 2007
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Mit diesem Wörtchen bezeichnete ein Kollege heute (in einer nachgestellten Situation) eine McDonald’s-Mitarbeiterin. Ich dachte, das müsste man mal festhalten, obwohl mir nicht ganz klar ist, wie man das herleitet. Saft ist schließlich nicht gerade der Verkaufsrenner bei Mäces.

Passt wohl eher abwertend zu einer Kneipenbedienung.

Was kümmert mich der Duden?

Posted on April 27, 2007
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Was muss ich da in einem Dokument entdecken? Eine 41-jährige Frau schreibt handschriftlich einwandfrei und den Rechtschreibregeln entsprechend, in komplizierten, aber korrekten Sätzen. Sie macht nur eine orthographische Ausnahme, nämlich beim “ß”.

Quer über das gesamte Schriftstück notiert sie zwei Grapheme statt des einen, das “ß” wird dort, wo es auch hingehört, ausgespart, und an seiner statt das “s”, daneben gleich das “z” gesetzt. Das nenne ich mal individuell. So etwas kann man doch nicht einfach vor zirka dreiszig Jahren, in einer schrulligen Schule erlernt und bis heute durchgehalten haben. Das zeugt von Stil, Erhabenheit und Grösze.

Und wie ich das so vor mich hinschreibe, gefällt es mir immer mehr:

Grösze, Grösze, Grösze…

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