Gesten, die anderswo Probleme bescheren

Posted on Juni 6, 2008
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Was man in anderen Regionen der Welt mit der Anwendung von Gesten, die aus der eigenen Kultur bekannt sind, alles anrichten kann, erfährt man hier.

7 innocent gestures that can get you killed overseas [via]

Schadenfreude, Blitzkrieg and Autobahn

Posted on Juni 4, 2008
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These are german words which have been incorporated in English usage for many reasons. But I’ve never heard an anglophonic speaker using words like “Turnverein”, “Bereitschaftspotential” or “Suffixaufnahme”, so I am afflicted by doubts, that this list is an exact one.

Perhaps any native english speaker would confirm it or - if possible - adjust some entries over there.

Link [via]

Mem

Posted on Mai 6, 2008
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Kürzlich hatte ich ja eine kleine Zusammenstellung über Verfallserscheinungen gebloggt (u.a. hier) und dass mir aufgefallen sei, dieses Thema sei in Blogs (und natürlich nicht nur dort) ganz besonders präsent, spätestens seit dem Sachbuchknüller “The World Without Us” oder dem verlassenen New York im Film “I Am Legend“. Dabei fiel in einigen Schlaumeier-Blogs oft ein Begriff, der mir bis dato völlig fremd war, der des “Mems”.
Die häufige, kulturelle Erscheinung des Verfalls sei ein Mem, oder es wurde gleich direkt vom Verfalls- bzw. (in den internäschenäl Blogs) Abandoned-Mem gesprochen. Ich hatte nicht die geringste Ahnung, was die von mir wollten. Aus der Linguistik bzw. Semantik wusste ich zwar von dem Sem, sprich: dem kleinsten Bedeutungsmerkmal eines Begriffs. Aber das Mem war mir neu.

Nach dem Überfliegen des beschreibenden Wiki-Artikels besitze ich folgende Vorstellung davon: Es handelt sich dabei anscheinend um eine Gedankeneinheit oder meinetwegen Idee, die wie auch immer kulturell in Erscheinung tritt, im Gehirn des Individuums vorhanden ist oder durch Kommunikation verbreitet werden kann. Bei letzterem (z.B. Gerüchten) können sich Meme auch in Varianten verbreiten. Interessant daran ist die Analogie zum Gen, die hier gesponnen wird.
Im Sinne einer “kulturellen Evolution” soll das Mem in der Lage sein, sich zu reproduzieren und ähnlich wie mittels Mutation, Selektion und Drift am für die erforderlichen Gegebenheiten jeweils passendsten “überleben”.

Soll wohl in etwa sowas bedeuten, wie dass die heißdiskutiertesten Themen die für eine Kultur jeweils relevantesten sind und sich durchsetzen gegenüber anderen Gedanken, Ideen.

Und da frage ich mich: Ist das nicht völliger Quatsch? Beinahe möchte man glauben, dass hier Geisteswissenschaftler um ihre eigene Relevanz bangen und förmlich nach Gegengewichten zu den festen Fakultäten Physik, Biologie usw. suchen. Ich glaube, was mich am meisten daran abstößt, ist die Grundannahme, dass der Mensch innerhalb dieser Hypothese gar keine eigene Macht über seinen Geist zu besitzen scheint, sondern er lediglich gerade das im Kopf hat, was er an Memen so sammelt.

Naja, wen das weiter interessiert: Dort sind ja einige Literaturhinweise im Wiki-Artikel.

Wortfindungsprobleme, wetterbedingt

Posted on April 14, 2008
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Zentraler Regenschirmsammelpunkt.

Igitt. Deutsche Kompositionsungetüme. Doch mir fällt einfach kaum etwas Besseres ein.

Zentrale Regenschirmabgabestelle.

Man merkt, dass ich früher einmal in einer Behörde gearbeitet habe. Ach, warum überhaupt so förmlich?

Ort, wo man die nassen Schirme lässt.

Geht doch.

EDIT 20:30 Uhr: Lustig. Heute, vor der Arbeit diesen kleinen Beitrag geschrieben und kaum komme ich dort an, sehe ich auf dem Monitor eine Nachricht, dass man dort so etwas jetzt eingerichtet hat, wenn man sich auch noch um eine Betitelung drückte. Ob die hier mitlesen?

Vom Wandel einer Kulturtechnik

Posted on März 12, 2008
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Hihi in der Straßenbahn fand ich heute ein kleine hormondurchtränkte Kritzelei neben meinem Sitzplatz: “Timo ILDÜA - Michelle” Bis dahin nicht ganz so spektakulär, dass wirklich tolle daran war aber das rundherum keine gewöhnlichen Herzchen gemalt waren sondern <3 <3 <3 <3 Hihihihi


gesehen bei Herm

Geld zählen internäschnel

Posted on Februar 28, 2008
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O.K., das Folgende ist nicht gerade ein gutes Beispiel für den Kurs “Interkulturelle Kommunikation”, da hier schließlich nicht kommuniziert wird. Aber ich hätte nicht gedacht, dass es weltweit derart unterschiedliche Varianten des Geldzählens gibt bzw. geben kann.

[via]

From Dawn Of Optik Till Dusk Of Audition

Posted on September 5, 2007
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Die heutige Einsicht lautete beim Gespräch mit dem Musiker-Bruder, dass es gewissen Sinnen bei der Wortfindung im Deutschen leichter fällt, auf ein größeres Inventar zurückzugreifen. Oder aber auch, dass der Bedarf danach nicht so groß wie bei anderen ist, dass es über okkasionelle Bildungen nicht hinaus reicht.

Steht dem adjektivischen “visuell” für den Seh-Sinn noch das “akustisch” beim Hören gegenüber, fällt dies im substantivischen schon etwas kärger aus. Dachten wir zumindest zunächst. Haben überlegt, was denn nun bei der “Vision” das akustische Pendant ist. Wir hatten uns die “Audition” selbst hergeleitet, teilweise aus dem englischen Begriff für “Publikum”, und hielten es dennoch für Quatsch.
Wie benennt man also den Höreindruck mit einem Nomen? Etwa tatsächlich “Höreindruck”?
:ponder_tb:

Nach längerer Überlegung und - überraschender - Recherche muss ich hier nun einmal endgültig, notizbuchartig, für mich und die Zukunft festhalten:

Es gibt offenbar eine rein physikalisch-materielle Terminologie als auch eine kognitive (wie in der Linguistik), den Rezipienten betrachtende.

Physik: Optik/optisch - Akustik/akustisch
Kognitiv-psychologisch: Vision/visuell - Audition/auditiv

Endlich mal geklärt. So. Begriffsfindung ist gelegentlich nicht einfach

Brav machen

Posted on Juli 23, 2007
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Gestern Abend hatte es Sally Wood im ZDF dann doch geschafft, die intrigante Lisa davon abzuhalten, das Herrenhaus von Lord Kerrymore in ein Golfhotel zu verwandeln. Himmel, hab ich mitgefiebert. Und wie froh ich doch war, dass sie am Ende den “attraktiven” Landarzt Tom Winter quasi als Belohnung obendrauf bekam. Es ist aber auch jedes Mal auf’s neue kaum zum Aushalten, was der Sender einem Sonntagsabend an ausgefeilten Spannungsbögen bietet.

Und wie interessant es doch ist, wie unvorhersehbar diese Dialoge gestaltet sind. Beinahe könnte man nicht mitsprechen.

Erst kurz zuvor stieß ich in der Wortwarte, einer Tübinger Sammlung von Neologismen, auf ein Zitat des Wilsberg-Darstellers Leonard Lansink, in dem er sich über die Tendenz seiner Fernsehserie beklagte, ständig braver zu werden. Er sagte, die Serie würde “verpilchert“.

Wie kuhl klingt das denn, mal bitte?

“Schatz, mein Tag war heute so stressig. Hättest du Lust, ihn mir ein wenig zu verpilchern?”

Lenierung

Posted on Februar 9, 2007
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Schade. Gerade dachte ich, als Johanna Klum als Co-Moderatorin des Bundesvision Song Contests das Land Sachsen anmoderierte, ihr wäre ein wahrer Schmunzler für Linguisten unterlaufen.

“Weißt du eigentlich, warum die Sachsen immer “Gömma” statt “Komm mal” sagen? Das ist wegen der Lenierung, hab ich gerade gelernt.”

Der Linguist, der das noch nie gehört hat und nur die Lenisierung kennt, guckt vorsichtshalber noch einmal nach. Und was muss er sehen? Offenbar kann man Lenierung daneben gleichwertig für den dahinter wirkenden Prozess verwenden. Mist, und ich hatte mich schon gefreut, dass ich etwas zum Haarespalten hätte.

Aber wer weiß, vielleicht ist “Tätowation” u.ä. ebenfalls korrekt, wird nur nicht so häufig gebraucht.

Pölter, Plörre und Pinöckel

Posted on Januar 23, 2007
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Das gestrige Kolloqium und der Vortrag der Kommilitonin arteten dann in eine mehr als ausgelassene Runde aus. Das Thema ihrer geplanten Dissertation beinhaltet u.a. Interferenzen zwischen dem Standarddeutschen und dem Westfälischen, speziell bei Menschen, die nicht aus Westfalen stammen, hier aber ihre neue Heimat gefunden haben.

Schnell holte die Runde - unter ihnen 3/4 Westfalen - Begriffe hervor, die in Wortlisten nicht fehlen dürfen, um diese bei einer Untersuchung abzufragen. In der Folge kam nicht nur der berühmte “Pömpel” zum Zuge, auch der eher unbekannte “Griebsch” (Kerngehäuse des Apfels) wurde genannt.
Die “Buxe” durfte auch nicht fehlen, ebensowenig wie der “Pölter” (Schlafanzug).
Aber auch im Bereich der Verben wurden wir schnell fündig: Wer “ramentert” und “wullackert” nicht gerne, “dölmert” und “lürt” etwas mit Bindfäden zurecht.

Je länger man darüber nachdenkt, um so fündiger wird man im Westfälischen, auch, wenn man immer behauptet, der Unterschied zum Standard wäre nur im Lautlichen (”Kiache” *gähn*) zu finden. Wiglaf Droste wusste davon auch bereits zu berichten.
Beim gestrigen Termin “kalberten” wir dann umso länger herum und sogar der Herr Prof. hatte sichtlich seinen Spaß. So gerieten wir mit der Sammlung immer schneller in die “Puschen”.

Eine laienlinguistische Zusammenstellung von typischen Begriffen existiert offenbar für den Gütersloher Bereich, die aber mit Sicherheit auch in Bielefeld Anwendung finden kann.

EDIT: Ich hab’s auch mal - leicht abgewandelt - im Sparrenblog gepostet,wo sich nunmehr eine rege Diskussion entwickelt.

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