Man kann nicht an alles denken

Posted on August 11, 2008
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Heute hatte ich einmal mehr Gelegenheit, jemandem, dem das Phänomen noch nicht so geläufig war, das Prinzip von Blogs und deren Funktion zu erklären.  Ja, ich weiß, solche Leute gibt es noch, aber wir müssen uns vergegenwärtigen, dass nicht alle und jeder derart im Netz zuhause ist wie unsereins.

Dabei wollte ich aber kurz einen Bestandteil dieses Blogs an seinem Rechner vorführen, öffnete die Seite und wäre beinahe vor Scham im Boden versunken, da dort das Layout völlig zerschossen dargestellt wurde.  Offenbar kann ich die Präsentation so oft ich will in allen Browsern prüfen, ich nehme mir dazu IE7, Safari, Seamonkey und selbstverständlich den lieben Firefox vor, denke aber nie daran, es mit älteren Versionen des Internet Explorers auszuprobieren.

Man muss schließlich davon ausgehen, dass womöglich die meisten Internetnutzer ihre Microsoftprogramme seit Erstinstallation niemals aktualisiert haben.

Also bitte nicht wundern, wenn ich hier in den nächsten Tagen ein neues Design präsentiere, eines, das für wirklich alle Browsertypen kompatibel ist.

4

Posted on Juli 30, 2008
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Donnerschlag! 4 Jahre Bloggen am Stück, das muss man erst einmal schaffen.

1.471 Beiträge in 1.462 Tagen, beinahe Parität. Das finde ich ganz besonders wunderbar, da es zeigt, wie wandelbar hier alles ist und war. Hatte ich zu Beginn nämlich große Durststrecken zwischen den persönlicher gehaltenen (und damals noch anonymen, bei twoday.net) geposteten Artikeln, haben sich die Veröffentlichungsgewohnheiten stark verändert: Heute wird auch einfach mal nur etwas Schönes gezeigt, und das kann dann auch mehrmals am Tag geschehen.

Hatte ich hier anfangs noch wenige 10 Besucher am Tag, sind es heute niemals weniger als 100. Der Durchschnitt über die ganzen vier Jahre beträgt 143 (resultierend aus dem starken Anstieg der jüngeren Zeit).

Doch es wird nicht bei den vier Jahren bleiben. Der Spaß an der Sache treibt mich weiter an, nicht zu vergessen die lieben Leute, die ich hierdurch (und in Kombination mit twitter) kennengelernt habe, die sich im Netz wiederfinden lassen oder mich nach Jahren wiedergefunden haben.

Das Blog hat mich an spannende Aufgaben herangeführt, die es hoffentlich auch weiter geben wird. Ich kann schon jetzt sagen: Da braut sich was zusammen.

Daher vielen Dank und Happy Birthday zur 4!

Wie ich das Wort Leukocholie erfand

Posted on Juli 1, 2008
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Pflichtschreibarbeiten können schnell mal qualitativ in die Hose geraten, wenn man sie mit minderer Motivation und Lust erledigt. Das habe ich mit der Ultimo bereits erlebt und jetzt droht die monatliche Kolumne, die ich für das Webportal einer Freundin schreibe, ebenfalls in den Orkus des Geschmacks zu geraten.

Die Krux des fiktional erzählenden Schreibers ist aber gerade dann besonders groß, wenn man sich auf der Suche nach Inspiration befindet, aber schlicht und ergreifend nichts erlebt. Zumindest nichts, was am Rande des eh’ alltäglichen Daseins derart speziell wäre, dass es über die Erwähnung hinaus zu weiterreichender Inspiration für einen längeren Text taugen würde.

Und das, der ewig gleiche Alltag, ist unter anderem einer der Gründe, weshalb ich hier seit Längerem lieber tolle Dinge von anderen Leuten präsentiere.

Immerhin: Was Slamtexte anbelangt, bin ich mittlerweile dazu übergegangen, aus Mücken Elefanten zu machen und darüber hinaus heillos zu übertreiben: Ist zum Beispiel die Dusche kaputt, erblickt plötzlich Captain Love das Tageslicht.

Das Wesen der Kolumne und seine offene, thematische Gestaltung bringt allerdings den Verfasser in arge Bedrängnis, eben weil es ihm so viele Freiheiten gestattet. “Schreib doch einfach, was dir gerade so durch den Kopf geht,” heißt es dann vorschnell, da die Forderung gar nicht erahnt, welche Bürde man dem Kopf damit auferlegt. Wie? Was ich in diesem Moment denke? Was ich mir morgen zu Essen mache? Wieso es schon wieder so spät ist und das Word-Dokument vor mir immer noch weiß (großes Gähnen bei allen Lesern)?

Zwischenzeitig befragte ich vier gleichzeitig bei ICQ Kontakte, sie mögen mir doch bitte einmal schnell das erste Wort nennen, das ihnen einfiel, um daraus eine selbst auferlegte Hausaufgabe zu konstruieren. Das Ergebnis liest sich einfach: Kühlschrank, Muskelkater, nüchtern, Melancholie.

Doch einfach, so ausgestattet, und mit direkten, echten Eindrücken wild loslegen endet meistens im Irrsinn. Soll ich das mal vorführen? O.K.:

Da ist sie wieder, die Fliege in unserer Küche. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob es sie selbst ist oder einer ihrer Freunde, die mir in den letzten, wärmer gewordenen Tagen so oft begegnen. Freund trifft’s übrigens ziemlich gut. Aus dem Biologie-Unterricht kann ich mich noch an ihren Namen erinnern: Drosophila melanogaster. Drosophila, die Freundin des Taus, mit dem schwarzen Bauch. Melano steht für griechisches Schwarz, wie in Melancholie, der “Schwarzgalligkeit”.

Drosophila hat heute anscheinend keine Lust auf Tau oder Gensequenzen, sie fliegt direkt in den Spalt, den der Topfdeckel auf dem Herd für die Nudelsauce zum Atmen übrig gelassen hat. Bologneser Art avec die Drosophila obendrauf. Womöglich wurde sie durch die Dunstperlen unter dem gläsernen Deckel getäuscht, irgendwoher muss der Taubezug schließlich stammen und seine Affinität dazu. Die arme Fliege macht aber Bekanntschaft mit der Bindekraft von Knorrfix, und das ausgerechnet in dem Moment, in dem ich Hunger bekommen hatte. Weshalb sonst sollte ich mich auch in der Küche aufhalten?

Mir bleibt jetzt nur noch die Wahl: Entweder entsorge ich sofort die Sauce oder aber, ja, oder ich ziehe meinen Gaumenzapfen ein, stelle auf Durchzug und unterdrücke jeglichen Würgereflex.

Ich denke noch kurz daran, wie oft mir unerwünschter Besuch in meinen Mahlzeiten untergekommen sein könnte. Seit ich den Kühlschrank nach der letzten Stromrechnung voreilig aussortierte, alleine auf die Straße bugsierte und ich noch drei Tage lang danach unter Muskelkater litt, seitdem verspeiste ich alle Einkäufe direkt binnen zweier Tage und dürfte so einige unliebsame Einlagen auf meinem Teller gehabt haben, ohne davon zu wissen. Ich beginne, die kühlende Weißware zu vermissen. Mir wird weißgallig, leukocholisch zumute.

Doch was bleibt mir übrig? Der Magen macht sich zu deutlich bemerkbar, als dass ich noch einen Gang in den nächsten Supermarkt auf- und weitere Stunden mit der Zubereitung verbringen möchte. In Äthopien, sagten meine Eltern, da essen sie sogar Heuschrecken und andere Insekten. Wenn wir Kinder neidisch auf Klassenkameraden waren, weil sie mit ihren Eltern weit weg verreisten, pflegte meine Mutter zu kontern: “Dafür essen die aber auch ein Schnitzel weniger.”

Schnitzel. Hmmm. So nüchtern betrachtet, würde es am Besten es sein, ich schlösse meine Augen und durch. Was ich dann aber tatsächlich getan habe, das überlasse ich Eurer Phantasie.

Das hat man nun davon, wenn man mich drängt. Aber so seid Ihr mal an der Entstehung von so etwas unmittelbar beteiligt.

Firefox Download Day - Wie OpenSource-freundlich ist die Welt

Posted on Juni 11, 2008
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Unser allgemein beliebter Browser Firefox, derjenige, der auf allen Systemen problemlos läuft und die Codes so interpretiert, wie man es haben möchte, ruft zum Download Day auf. An einem noch nicht benannten Tag soll der Guinnes Weltrekord im Downloaden aufgestellt werden, wobei so viele Versionen wie möglich des neuen Firefox 3 heruntergeladen werden sollen.

Es ist klar, dass die Aktion vor allem dem Bekanntheitsgrad geschuldet ist, von Marketing kann bei einem OpenSource-Projekt wohl kaum die Rede sein.

Das ganze Unterfangen besitzt aber darüber hinaus einen noch ungeheuer interessanten Aspekt: Um zu gewährleisten, dass daraus ein Weltrekord wird, muss man vorab ein Versprechen abliefern, den Download am gesetzten Tag innerhalb von 24 Stunden zu starten und seine E-Mail-Adresse hinterlassen. Am Tag selbst, wenn genügend Versprechen/Pledges gesammelt wurden, geht die Aufforderung dann heraus.

Doch das ist noch nicht das Interessanteste daran. Man kann nämlich auf einer dafür eingerichteten Seite anhand einer Weltkarte ablesen, wieviele dieser sogenannten Versprechen bereits in absoluten Zahlen für den Download Day je Nation abgegeben wurden. Setzt man diese in’s Verhältnis zur Gesamtbevölkerung, ließe sich womöglich daran ablesen, wie opensource-freundlich bzw. wie “faul” (”IE kenn’ ich, reicht!“) die Gesellschaften eingestellt sind.

Eine kleine Gegenüberstellung zweier direkter Nachbarn lässt evtl. ein paar Schlüsse oder Anregungen diesbezüglich zu (Zahlen gerundet, Stand 11.06.08):

Deutschland: Versprechen 41.000 (Bevölkerung 82 Mio.)
Frankreich: 52.000 (64 Mio.)
Polen: 75.000 (38 Mio.)

Beantwortungen sich hieraus ergebender Fragen überlasse ich den Gesellschafts- und Medienwissenschaftlern. Ansonsten gilt: Spread Firefox! Dafür wird das Internet gemacht.

Link [via]

Gut was los hier

Posted on Juni 2, 2008
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Trotz gutem Wetter ist hier besuchermäßig zur Zeit die Hölle los, und das nur wegen eines geposteten Videos, dessen Beitrag plötzlich u.a. hier, hier, hier, hier und hier verlinkt wurde. Das ist zwar supernett vom Twitter-Follower eco2001, der für die Artikel verantwortlich zeichnet, doch ich muss mir wohl Gedanken über einen anderen Tarif, mit unbegrenztem Traffic machen.

Darüber hinaus stelle ich mir die Frage, weshalb die NW bei uns nicht über eine derartige Netzgeflüster-Kolumne verfügt. Hallo NW, wär doch mal was, oder? Ich würde das auch für Euch übernehmen…

Statistiken lesen

Posted on Mai 31, 2008
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Unter meinen 10 Top-Kommentierern befinden sich (unter anderem ich selbst natürlich und) sieben Frauen. Sagt das jetzt irgendetwas über meine Bloginhalte aus oder muss ich mich einfach nur geschmeichelt fühlen?

Blogroll Update Mai 08

Posted on Mai 17, 2008
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Mitten in der Nacht, wenn man wider Erwarten doch nicht einschlafen kann, kommt man plötzlich auf die dollsten Ideen. So hatte ich mir bestimmt seit mindestens drölfzig Wochen einmal vorgenommen, meine Blogroll hinsichtlich der tatsächlich abonnierten und gelesenen Blogs anzupassen.

Das habe ich soeben getan, was mich etwas in’s Schwitzen brachte angesichts der Tatsache, dass ich bei einigen abonnierten beachten musste, dass sie nicht öffentlich verlinkt werden wollten. Andererseits wollte ich die Abos gerne einmal kategorisiert haben, zumindest nach “persönlich bekannten Schreibern und Freunden” und “Interesse halber gelesenen”. Eine Automatisierung eines solchen Prozesses via Importfunktion und Zuordnung per Tags o.ä. wäre fein, dachte ich mir währenddessen.

Vielleicht habe ich die Funktionen einfach nur übersehen und mir nun viel mehr Arbeit gemacht als nötig gewesen wäre, aber meine Blogroll ist absolut up-to-date. Man möge stöbern und die schönsten Dinge finden ;-):

Hier geht’s lang.

Kein Wetter für Blogs

Posted on Mai 9, 2008
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Besucherzahlen runter, keine Reaktionen auf Blogbeiträge.
Könnte, tja, könnte da womöglich ein kausaler Zusammenhang zwischen der Stagnation und dem anstehenden Wochenende, dem Wetter und den vielen, vielen Leuten bestehen, die ich soeben auf Bielefelds Siegfriedplatz habe herumlümmeln sehen? Man weiß es nicht.

Ich glaube, ich muss mir das mal angucken, gehe noch einmal hinaus. Inkognito (also ganz in weiß) und befrage die Crowd, weshalb sie denn unsere Blogs nicht mehr länger frequentiert.

Tweets in’s Blog oder doch lieber alle zu Twitter?

Posted on Mai 6, 2008
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Bald bin ich soweit, meinem Twitter-Tool zu erlauben, die dort getätigten Beiträge (”Tweets”) hier als Blogpost gesammelt, einmal täglich zu veröffentlichen. Denn bislang verschwand so mancher Gedanke, der durchaus einen Artikel hier wert wäre, im Twitter-Universum und ward nicht mehr gesehen.

Das Dumme ist allerdings, dass viele dieser einzelnen Tweets untereinander gelistet nicht viel Sinn ergäben, da sie oft in Reaktion auf andere Twitterer entstehen und somit schwer nachvollziehbar bleiben könnten. So etwas habe ich zumindest bereits einige Male bei anderen Bloggern gesehen.

Nun ja, ich denke darüber nach. Einfacher wäre es natürlich, Ihr kommt alle dazu und wir “followen” und gegenseitig. Das soll jetzt keine Werbung für diesen neuen Dienst sein, sondern die Fragen wurden eher aus dem Problem Blog vs. Twitter geboren.

Hm.

Kaum zu glauben,…

Posted on April 28, 2008
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…aber wahr: Ich habe heute keine Lust darauf zu bloggen!!! Bin ich etwa schon wieder krank? Nein, kann nicht sein. Wenn ich krank bin, blogge ich schließlich, als gäb’s kein Morgen mehr. Muss also an was anderem liegen.

Ah, ich hab’s: Da ging doch gerade der Mund weit auf und wieder zu, und ich merke, dass ich mal länger schlafen sollte als bloß sechs bis sieben Stunden. Das Signal wurde verstanden.

Morgen dann wieder in alter Frische.

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