Weiße Ware
Posted on April 9, 2006
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So, ein neuer Kühlschrank ist organisiert, aber der alte steht noch und ist voll beladen.
Soundtrack für die Mitbewohnerin, die sich die dementsprechende Tätigkeit vorgenommen hat: “Abtaun Girl“.
Traumtypen
Posted on Dezember 3, 2005
Filed Under Allgemein | 11 Comments
“…es gibt immer noch eine/n, der/die noch cooler und süßer ist…”
Post
Posted on Dezember 3, 2005
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Wahnsinn!
Heute erreicht mich eine Postkarte von redmemory aus Guangzhou/Kanton. Ungewöhnlich daran ist, dass sie diese ganz normal verschickt hatte, also nicht per Luftpost, sondern vermutlich auf dem Seeweg.
Anders ist es nämlich nicht erklärbar, dass das Ganze sage und schreibe 54 Tage (!!!) gedauert hat, bis sie mich hier erreichte.
O.K, hierbei handelt es sich um einen Urlaubsgruß und bei so etwas ist es natürlich schöner, ein gewisses haptisches Moment zu erleben (und ich habe die Absenderin ja schon längst wieder hier getroffen).
Aber Einwände gegen E-Mails würde ich anderenfalls nicht mehr gelten lassen.
Schnatter, schnatter, schnatter
Posted on November 28, 2005
Filed Under Allgemein | 5 Comments
Der gesellschaftliche Umbruch ist jetzt auch in der Telekommunikationsbranche angekommen. Hier im Netz wirbt die Fa. BASE mittlerweile um Kunden, in dem sie ihre Telefon-Flatrate mit folgenden Worten anbietet:
“Meine Fernbeziehung kostet 25 Euro!” - Pärchen telefonieren endlos.
Na, wen’s denn zufriedener stimmt…
(”Eine Fernbeziehung für 25 Euro, bitte!”)
Moderne Kommunikation
Posted on Oktober 11, 2005
Filed Under Allgemein | 4 Comments
Merkwürdige Kommunikationsformen und -wege tun sich gerade auf. Mein Bruder, mit dem ich gerade im ICQ chatte, besitzt zwar wieder Internet-Flat, aber noch kein Telefon.
Ich, als Instanz, die über beides verfügt, sollte zeitgleich einem Freund, der zur Zeit auf die Einrichtung von beidem wartet, einige Nachrichten auf sein Handy zukommen lassen. Himmel, wie merkwürdig und kompliziert: Nachricht im Chat lesen, per Stimme durchgeben, hören, was der wiederum zu sagen hat und zurücktippen. Total verrückt, das.
Was für Unmengen von Energie wir gerade verschwenden. Wäre auch ein Tipp für die Initiative Kernenergie. Atomstrom macht eben an ![]()
(Kleines) Virtuelles Juchhu im Tai-Wahn
Posted on Juli 10, 2005
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Auch ich tue ja ziemlich viele Dinge virtuell.
Ich handhabe nunmal wie viele Informationen und gestalte diese auch. Passe sie einem augenfreundlichen Umfeld an. Unterhalte mich per E-Mail mit Leuten, die sich irgendwelche Nicknames ausgesucht haben, über genau diese Dinge. Gespenstisch ist das manchmal schon. So ist das an der Uni. Nichts, was ich und viele andere herstellen, ist greifbar, sondern dient einzig und allein dem Zweck, uns die Welt und deren Deutung ästhetisiert näher zu bringen.
Aber Virtualität ist bereits länger eine moderne Herangehensweise an WELT geworden. Alles ist nur zum Angucken da, Anfassen ist mehr und mehr verboten.
Aber was rede ich. Wie gesagt, auch ich kann schließlich nicht mehr ohne neue Technologien auskommen. Es gibt auch eine Menge Vorteile.
Immerhin hatte ich dadurch heute wieder Kontakt zu einer sehr schönen, aber weit entfernt wohnenden Frau, die ich schon lange nicht mehr face-to-face gesehen habe. Und wahrscheinlich auch nie mehr zu Gesicht bekommen werde. Ich habe ihr daraufhin eine Gute-Nacht-Geschichte improvisiert und schnell mal über knapp siebeneinhalbtausend Kilometer auf ihr Notebook nachhause geschickt.
Eine kleine, aber durchaus hochromantische Vorstellung: Da gibt es eine Schönheit, die manchmal an mich denkt, auf einer Insel am anderen Ende der Welt. Ich glaube, diese Vorstellung möchte ich pflegen. So bin ich eben.
Das muss mein reales Leben (obwohl, das gehört ja dazu) ja nicht beeinflussen. Das mit dem so lala. Das ohne Juchhu.
Blätter, blätter, blätter…
Posted on Mai 18, 2005
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Heute ist der Tag der Woche, an dem ich zumindest ein wenig Zeit für den Feuilleton-Teil der ZEIT aufbringen kann und stieß direkt auf die Kolumne von Sibylle Berg, die ich im Normalfall übersehe. Aber heute las ich bei ihr über ein Thema, das mich interessiert und das guten Anlass für Gesprächsstoff geben könnte (und ich kann mir bereits denken, dass zumindest einer darauf reagieren wird *g*).
Leider gibt es heute (18.05.05) noch keine Online-Version dieser Kolumne zu lesen, daher schildere ich kurz, worum es geht.
Neulich ließ ich mich ja kurz einmal dazu hinreißen, die Begriffsunterschiede einsam vs. allein anzusprechen und äußerte, dass, sobald ich mich unter Menschen aufhalte, die auch am Seelenleben der anderen interessiert sind, fühlte ich mich nicht besonders einsam. So weit, so gut. Das ist mein subjektives Empfinden.
Frau Berg nimmt nun die zunehmende Vereinsamung in der Gesellschaft unter die Lupe.
Die zunehmende Einsamkeit des Menschen der Jetztzeit beruht in großem Maße auf der individuellen Überschätzung des eigenen Marktwertes. Des Sozialstatus und des Aussehens. Wie kam es dazu, dass jeder von der Natur mit durchschnittlicher Attraktivität ausgestattete Singlemensch sein Selbst wie in einem Vexierspiegel sieht und nach Heidi Klum lechzt?
Frau Berg macht das Streben nach Individualität und eine daher häufiger beobachtbare Selbstüberschätzung, sogar Größenwahn, für zunehmende Einsamkeit in der Zivilgesellschaft verantwortlich. Wenn wir dies vermeiden wollen, müssten wir demnach unsere Ansprüche senken.
Ist das so? Existiert eine soziologisch-psychologische Untersuchung dazu mit entsprechenden Ergebnissen? Dieser allgemeingültige Anspruch bereitet mir etwas Angst. Fühlt Frau Berg sich etwa hässlich? Oder ist in jemanden verliebt, der aber lieber nach dem Schönheitsideal entsprechenden Frauen schielt?
Zugegeben, es gibt Momente, da teile ich diese Ansicht. Mit besonders schlechter Laune ausgestattet halte ich sogar alle um mich herum für völlig verrückt. Wenn ich mich aber zurückbesinne und den roten Faden entlang meiner eigenen Verliebtheiten gehe, muss ich entdecken, dass Äußerlichkeiten niemals der ausschlaggebende Grund dafür gewesen waren. Interesse an mir, meiner Person, meinem Fühlen und Denken sind die Dinge, die mich plötzlich die andere Person schätzen lassen. Aber das könnte natürlich auch schon als zu egozentrisch gelten, womöglich ‚größenwahnsinnig’. Und obendrein als mal wieder zu subjektiv und individuell (!).
Regen wir die Debatte mit Frau Bergs Schlussworten noch etwas weiter an:
Es ist eher ernüchternd zu sehen, wie wir alle einander gleichen, in unseren kleinen Träumen und Sehnsüchten, in unseren Ideen und dem Aussehen, wenn wir das akzeptierten, uns als Teilchen eines großen Ganzen begriffen, mit einer sehr begrenzten Haltbarkeitsdauer, könnten wir erleichtert aufatmen, dankbar sein, irgendeinen Menschen zum Teilen der Nichtigkeit zu finden, ein Dach, eine Decke, ein Buch, wir könnten uns gestatten, uns nicht wichtig zu nehmen, und die Welt wäre ein erfreulicherer Ort.
Klingt, als hätte ich das alles schon einmal gehört oder gelesen (bloß wo?). Sponsored by Bundesministerium für Familie.
Na, dann husch, husch, Ansprüche senken und die Generationen Golf I-V vor dem Aussterben retten.
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