Verlieben lassen
Posted on Januar 12, 2007
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Ich habe keine Ahnung, wie ich im Newsletter von Tchibo gelandet bin. Aus diversen Gründen meide ich den Datenaustausch mit diesem Unternehmen.
Jetzt erreicht mich ein Newsletter von dort, der mich für eine anscheinend hauseigene Singlebörse namens ElitePartner werben will. Bedarf herrscht dafür bei mir zwar nicht, aber ich finde die Betreffzeile der E-Mail aus sprachlichen Gründen ziemlich bemerkenswert. Sie lautet:
Interessant. Bislang war ich immer der Ansicht, dass das Verb “verlieben” keinen zweiten Agens benötigt, aber offenbar kann man es auch im Kuppelkontext so verwenden.
Dann könnte man vielleicht auch in Zukunft sagen: “Pass auf, ich verliebe dich.”
Spannend an der Wendung ist auch, dass damit die Erkenntnis zum Ausdruck gebracht wird, dass immer mehr Menschen die Beziehungsanbahnung aus der Hand geben möchten. Denn letztendlich steckt darin nichts weiter als die Aussage: “Hey, lass’ doch das ganze Gefühlschaos sein, wir kümmern uns für dich darum.”
EDIT: Kurz gegoogelt, gibt’s auch hier bereits.
Lawinen im Bad
Posted on Januar 6, 2007
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Rubrik “Angeberwissen für Parties”
Ketchup und Zahnpasta erfreuen sich großer Beliebtheit in der Forschung. Wissenschaftler verwenden beide Substanzen, um damit Gerölllawinen zu simulieren. Sie besitzen die gleiche Konsistenz wie die Lawinen aus Erde, Wasser und Gestein. Für die Simulationen festerer sogenannter Murgänge wird dabei Zahnpasta verwendet, Ketchup für die flüssigeren.
Vorsicht ist also geboten bei größeren Mengen davon in Küche und Bad.
Herrenlos schwärmen und verfolgen
Posted on Januar 6, 2007
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Rubrik “Angeberwissen für Parties”
Nach deutschem Recht wird ein Bienenschwarm herrenlos, wenn nicht der Eigentümer ihn unverzüglich verfolgt oder wenn der Eigentümer die Verfolgung aufgibt. Verfolgt ein Eigentümer seinen Bienenschwarm, so darf er bei der Verfolgung fremde Grundstücke betreten.
Will man also unbedingt neugierigerweise mal in Nachbars Garten schauen, empfiehlt es sich, sich einen Bienenschwarm zur Verfolgung anzuschaffen. Oder vorzugeben, diesen verfolgt zu haben.
Eine Gesetzeslücke, die es zu schließen gilt, wie ich meine.
“Können sie da mal nach warmem Wasser fragen?”
Posted on Dezember 21, 2006
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Sowas hab’ ich selten gesehen: Maik Martschinkowsky setzte beim gestrigen Slam (Berichte hier und hier) eine Idee in die Tat um, bei deren Vortrag einmal mehr deutlich wurde, dass derlei als bloßer, gelesener Text einfach gar nicht funktionieren kann. Einen Menschen darzustellen, der wegen eines “Kunstdings” Sehenswürdigkeiten der Welt ableckt, aufgrund von Kälte dann aber am Eiffelturm kleben bleibt, auf so was muss man erstmal kommen.
Diesen dann mit heraushängender Zunge, lispelnd, im Dialog mit einem Franzosen um Hilfe bittend, präsentieren…Heiliges Kanonenrohr, manche Slammer ticken schon merkwürdig. Aber gut.
Warnung
Posted on Dezember 19, 2006
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“Das Ausfallen der Beleuchtung in den Wagen bedeutet keine Gefahr!”
Hinweis in den Wagen der Bielefelder Stadtbahn
Assoziatives Missverständnis
Posted on November 12, 2006
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Ich kann mir nicht helfen. Obwohl ich es besser weiß, habe ich beim Hören des Namens “Eva Herrmann” als allererstes die Assoziation: “Ach, dann gibt’s gleich ‘ne Doku über irgendetwas aus der NS-Zeit”. Wohlgemerkt: Erste Assoziation!
Das kommt davon, wenn sich die Evas, Magdas, Hermanns usw. aus den Titeln der Knopp-Doku-Schmiede immer derart in die Gehörgänge hämmern…
EDIT: Ich habe erst sehr spät, nämlich heute, festgestellt, dass Frau Herrmann sich selbst orthographisch irgendwann einmal auf “Herman” korrigiert haben muss. Was war das denn? Eine dunkle, frühzeitige Vorahnung, die sich in einer Art Künstlernamensgebung niederschlug?
Tod des Trockeneises
Posted on November 12, 2006
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Eben gerade haben wir kurz über die “ZDF-Hitparaden”-Klassiker gezappt. Damals, also zu Zeiten Dieter Thomas Hecks (die ich ja als Jahrgang 1976 noch bei vollem Bewusstsein miterleben “durfte”), hat man offenbar jeden Hans und Franz mit Trockeneis-Effekten unterlegt.
Kaum betraten Bernd Clüver, Modern Talking, wahlweise Gitte oder Cindy und Bert die Bühne, zack, sofort war alles in mystischem Nebel getaucht. Und das, obwohl die Musik selbst gar nicht mal so schwermütig war, wie dieser Effekt zu suggerieren vermag.
Seit Längerem setzen selbst Diskotheken kaum noch Trockeneis ein, höchstens mal bei DarkWave-Veranstaltungen im X oder Ringlok ist mir das aufgefallen.
Das Trockeneis, ein 80er Jahre-Effekt, der vor’m Aussterben bedroht ist (?).
Bewerbungsvoraussetzungen
Posted on November 12, 2006
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Wie gesagt, ich suche ja derzeit nach Möglichkeiten, mir das Studium nebenbei zu finanzieren. Das erfordert gelegentlich, auch die Stellenanzeigen in der NW zu durchforsten. Dann entdecke ich dort eine Stelle, die in etwa dem entspricht, was ich auch vormals erlernt habe, ist allerdings bei einem kirchlichen Träger.
Voraussetzungen: “Wir erwarten eine katholische Persönlichkeit…” etc. pp.
Das kann ich mir wohl gleich wieder abschminken, zumal mindestens auf meiner Lohnsteuerkarte immer noch “ev.” steht (warum auch immer).
Aber “katholische Persönlichkeit”. Himmel, was soll das sein? Soll ich jetzt etwa, wollte ich den Job immer noch haben, mit einem Rosenkranz zum Vorstellungsgespräch kommen? Oder etwa gleich im Talar?
Nachlese Sitzen 73
Posted on Oktober 10, 2006
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Eindrücke über den äußerst unterhaltsamen, gestrigen Abend gibt es hier und hier.
Zirkeltraining
Posted on September 2, 2006
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Da haben sich gestern eine Menge Leute auf dem Klosterplatz eingetroffen, trotz bedrohlicher Wolken am Himmel und einiger, weniger spürbarer Tropfen. Und sie blieben alle gespannt sitzen, um dem Zirkeltraining beim Lesen zu lauschen.
Das Ausharren hat sich jedenfalls gelohnt, und unter den nicht minder guten, anderen Beiträgen stachen vor allem die wirren Phantastereien des Sascha Brohm hervor: Die Vorstellung, wie er sich als Frau kleiden und verhalten würde oder das Märchen von der zu einem fetten, hässlichen Schwein verzauberten Prinzessin.
Einfach grandios.
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